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Full text : Auswirkungen des Elbehochwassers vom Juni 2013 auf die Deutsche Bucht (BSH-Berichte, Nr. 52)

zunehmende  Verdünnung  führte  dann  zu  einer  schnellen  Abnahme  der  Konzentrationen  bis
zur  Station  Elbe  VI.  Im  Juli  waren  die  Konzentrationen  an  Nitrat  sowohl  entlang  des  Elbe-  wie
auch  des  Eider-Transekts  noch  deutlich  erhöht.  Im  August  und  September  sanken  die
Konzentrationen  dann  wieder  auf  ein  niedriges  Niveau.  Die  zeitliche  Dynamik  der
Konzentrationsänderungen  unterschied  sich  hingegen  beim  Phosphat  (Abbildung  20,  unten).
So  zeichnete  sich  in  den  küstennahen  Stationen  des  Elbe-Transekts  zwischen  Mitte  Juni  und
Anfang  Juli  kein  Rückgang  in  den  Konzentrationen  ab  und  auch  im  August  befanden  sich  die
Werte  noch  auf  einem  (gegenüber  Anfang  Juni)  höheren  Konzentrationsniveau  (Abbildung
20,  unten  links).  Zwischen  August  und  September  zeichnete  sich  in  den  küstenferneren
Stationen  ein  Wiederanstieg  in  den  Phosphat-Konzentrationen  ab,  welcher  auf  einsetzende
Remineralisierungsprozesse  zurückzuführen  sein  könnte  (vgl.  Ausführungen  oben).
Zwischen  Ende  April  und  Anfang  Juni  ergaben  sich  für  Nitrat,  Phosphat  und  Silikat  sehr
unterschiedliche  Konzentrationsveränderungen.  Nitrat  wies  eine  starke  Abnahme  an  allen
Stationen  beider  Transekte  auf,  während  sich  ein  deutlicher  Rückgang  in  den  Silikat-  und
Phosphatkonzentrationen  auf  die  Station  Elbe  VIII  beschränkte.  Die  hohen  Chlorophyll  a-Konzentrationen
  in  den  küstennäheren  Stationen  Anfang  Juni  (Abbildung  21)  stehen  im
Zusammenhang  mit  einer  Zunahme  des  Phytoplanktons  (dominiert  durch  Flagellaten).  Mit
Eintreffen  des  Flutscheitels  in  der  inneren  Deutschen  Bucht  in  der  2.  Junihälfte  zeigte  sich
ein  deutlicher  Rückgang  in  den  küstennahen  Chlorophyll  a-Konzentrationen  ab  (Abbildung
21).  Im  Verlauf  des  Sommers  nahm  der  Anteil  der  Diatomeen  am  Phytoplankton,
hauptsächlich  bedingt  durch  die  hohen  Einträge  an  Silikat,  zu  (nicht  gezeigt).  Anfang  Juli
zeigten  sich  die  höchsten  Chlorophyll  a-Konzentrationen  Werte  an  küstenferneren  Stationen
(um  Elbe  ll/lll,  Eider  II),  einhergehend  mit  einer  starken  Zunahme  an  Diatomeen  in  diesem
Bereich.  Dies  scheint  das  Resultat  der  zu  diesem  Zeitpunkt  noch  erhöhten  Silikat-Konzentrationen
  sowie  höherer  Sichttiefen  in  diesem  Bereich  zu  sein.

d5.  Juni  d1S.  Juni  »3.  Juli  »7.  August  »4.  September
16
14  -

17  12

HR  Elbe  I  Elbe  II  Elbe  III  Elbe  IV  Elbe  V  Elbe  VI  Elbe  VIIEIbe  VIII

n  R  liini  miß  li  ini  n  A  liili  □  fl  Aiimict  ■  R  Qantamher

Abbildung  21:  Verlauf  der  oberflächennahen  Chlorophyll  a-Konzentrationen  im  Sommer  2013  am
Elbe-  (links)  und  Eider-Transekt  (rechts).  Fehlende  Balken:  keine  Messung.  Lage  der  Stationen
siehe  Abbildung  3.

Anfang  August  waren  die  Chlorophyll  a-Konzentrationen  in  den  küstennäheren  Stationen
beider  Transekte  wieder  angestiegen  und  nahmen  mit  zunehmender  Entfernung  zur  Küste
ab.  Im  September  zeichnete  sich  dann  an  nahezu  allen  Stationen  wieder  ein  starker
Rückgang  in  den  Chlorophyll  a-Konzentrationen  auf  Werte  um  2-4  pg/L  ab.
An  der  Station  Helgoland  Reede  (HR)  zeichnete  sich  in  der  ersten  Julihälfte  2013  eine
Diatomeen-Blüte  ab  (nicht  gezeigt).  Diese  Phase  ging  einher  mit  reduzierten  Salzgehalten
und  erhöhten  Nitratwerten  (vgl.  auch  Abbildung  15,  links)  und  legte  auch  aufgrund  des
zeitlichen  Versatzes  einen  Einfluss  des  Hochwassergeschehens  nahe  (vgl.  Abs.  4.1).  Der  in
der  2.  Junihälfte  vorangegangene,  starke  Anstieg  der  Silikat-Konzentration  in  Helgoland  war
            
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