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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

Moeller, F.: Über den Schutz von Ohronometern vor starken magnetischen Feldern usw. 59 
man 1.des Ausschlages,. der ohne Eisenzylinder erzielt war, so ergibt sich daraus-ohne: weiteres, daß 
das innere Feld} des äußeren ‘beträgt, der Schutzfaktor ist also 8. Ist ein einziges Feld nach seiner 
Größe bekannt, so kann man. daraus alle anderen Felder berechnen. 
$ 5. Als Modell konnte nur eine einfache Form in Frage kommen; gewählt 
wurde der Zylinder (mit Boden und Deckel), weil seine Bearbeitung für den Mecha- 
niker.die geringsten Schwierigkeiten bietet, und weil außerdem — wie schon er- 
wähnt — die Chronometerbüchse nicht allzuweit von der Zylinderform abweicht. 
Die so gewonnenen Resultate werden daher annähernd den wirklich auftretenden 
Verhältnissen entsprechen, wie sich auch tatsächlich später ergab. . 
Zwei Fragen sind es, die die Versuche zu beantworten haben, es ist fest- 
zustellen: ; 
1. 
Die Abhängigkeit des Schutzverhältnisses von der Wandstärke und Art des 
Materials. A ; I 
Die Abhängigkeit des Schutzverhältnisses von der Lage des Panzergehäuses 
im Felde. . 
$ 6. Zur Lösung der ersten Frage wurden zwei zylindrische, oben und unten 
geschlossene. Gehäuse hergestellt, von denen das eine aus weichem, geschweißtem 
Schmiedeisen, das andere aus gewöhnlichem Gußeisen hergestellt war. Die Wand- 
stärke beider Modelle betrug überall 25 mm, der innere (lichte) Durchmesser 98 mm, 
die Höhe (ohne Deckel und Boden) 55 mm!). Beide Körper wurden stufenweise 
(in Stufen von 2 mm) gleichmäßig abgedreht, bis die Wandstärke 1 mm betrug. 
- Fig. 3. Fig, 2. 
50 — 
7140 -— 
30 
20 » 
101 
3 
25 23 21 19 17 15 13 N 9 
vn —> mm Wandstärke, . 
Außeres Feld — Fa —= 3E.M.E. 
T 
5 
> 710 
= 
Fig, 4, 
50= } 
WE 
30 
at 
10. 
) EN a 
Achsenschnitt. Feld parallel Achse, 
Zur Erläuterung der Bemerkungen in $ 4 
ist die ballistische Spule s perspektivisch 
eingezeichnet. 
dl = EA = 
25 23 21 29 17 15 123.11 9 7 5 8 
-—> mm Wandstärke, 
Außeres Feld — Fa — 1I2E.ME. 
Für jede Stufe wurde das Schutzverhältnis bestimmt. Aus Gründen, die in $ 7 
näher angegeben werden sollen, sind die Messungen nur für eine einzige Zylinder- 
stellung ausgeführt, und zwar so, daß die Kraftlinien des Feldes parallel der Zylinder- 
achse verlaufen (Fig. 2). Das Wesentliche der Resultate ist in zwei Diagrammen 
wiedergegeben, von denen Fig. 3 bei.einer Feldstärke von 3 E.M.E., Fig. 4 bei einer 
solchen von 12 E.M.E. aufgenommen wurde; im übrigen sind die Versuchsdaten 
beider Kurven die gleichen. Es sind die Schutzverhältnisse als Funktion der (ab- 
nehmenden) Wandstärke aufgetragen, die Kurven a geben die Resultate an 
Schmiedeisen, die Kurven b die Resultate an Gußeisen wieder. Gemeinschaftlich 
ist beiden. Eisensorten, daß für die höhere Feldstärke (12 E.M.E.) das Schutz- 
verhältnis größer ist als für die kleinere (3 E.M.E.), was beim  Schmiedeeisen mehr 
1) Die Abmessungen entsprechen dem lichten Querschnitt der Chronometergehäuse der Firma 
Lange- Glashütte, die einige der Versuchsmodelle in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hatte.
	        
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