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Full text: 27: Gezeitenströme und Tidekurven im Nahfeld von Helgoland

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Die Gezeitenströme im Nahfeld von Helgoland 
Alle in Tabelle 1 aufgeführten Strömungszeitserien wurden der oben beschriebenen 
Gezeitenstromanalyse unterzogen. Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse in graphischer 
und tabellarischer Form findet sich für jede Zeitserie in Anhang A. Mit Ausnahme der 
Positionen I und J wurde auf allen Position in mindestens 2 Tiefen gemessen. Dabei erstreckt 
sich der hier als „oberflächennah" bezeichnet Bereich auf Messtiefen zwischen 6 und 13 m. 
Der „bodennahe“ Bereich umfasst Messtiefen zwischen 14 und 50 m, was einem Boden 
abstand zwischen 1 und 5 m entspricht. 
Trägt man für eine Position die 13 Stromvektoren von 6 h vor bis 6 h HW jeweils von 
der Messposition ausgehend auf, erhält man als Gezeitenstromfigur eine sogenannte 
„Gezeitenstromspinne“. In den Karten der Abbildungen 3 bis 6 sind die Gezeitenstrom 
spinnen getrennt für Spring- und Nipptide und für den Oberflächen- und bodennahen Bereich 
aufgetragen. Ein Vergleich mit der in Abb. 1 dargestellten Topographie zeigt, dass die 
Hauptachsen der Gezeiten ströme in den meisten Fällen parallel zu den Tiefenlinien aus 
gerichtet sind. Im oberflächennahen Bereich ist der Gezeitenstrom überwiegend alternierend, 
d.h„ es gibt im Prinzip nur jeweils eine Richtung für den Flut- und eine für den Ebbstrom, 
was zu einer fast linearen Gezeitenstromfigur führt. Zu einer leichten Auffächerung der 
Gezeitenspinnen kommt es an den Positionen A - D und auf der Position J. 
Im bodennahen Bereich sind die Stromfiguren an den Positionen A, D, H und M etwas 
mehr aufgefächert als an der Oberfläche, während sie and den Positionen B und C entlang der 
Nordost-Kante der Helgoländer Riffs an der Oberfläche starker aufgefächert sind. 
Mittelt man die Beträge der stündlichen Stromgeschwindigkeiten für die Spring- und 
Nipptide, erhält man eine mittlere Spring-, bzw. Nippgeschwindigkeit. Diese Werte sind 
zusammen mit den maximalen Flut- und Ebbströmen zur Spring- und Nippzeit und deren 
Eintrittszeit bzgl. des HW in Helgoland in Tabelle 2 aufgeführt. Ferner ist das Nipp-Spring- 
Verhältnis 2 (NSV) in Prozent aufgefühlt. Die Beziehungen zwischen den mittleren Spring- 
und Nippgeschwindigkeiten und den maximalen Flut- und Ebbströmen werden in den 
nachfolgenden Abschnitten diskutiert. 
NSV = (mittlere Nippgeschwindigkeit / mittlere Springgeschwindigkeit) x 100
	        
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