Neue Generation:
Smarte Monitoring-Bojen
Im Projekt MoBo-Il wurde eine neue Genera-
tion von Monitoringbojen zur Erfassung ozea-
nographischer und meteorologischer Daten in
der Nordsee entwickelt. Ziel ist es, ein robustes
Messsystem für zukünftige Anwendungen in
der Meeresumweltbeobachtung aufzubauen.
Ein konkretes Ergebnis: Die vom Fraunhofer-
Institut für Windenergiesysteme (IWES) auf
Basis einer Leuchttonne LT81 entwickelten
LiDAR-Boje (Light Detection and Ranging)
wurde in Zusammenarbeit mit dem BSH zur
multifunktionalen Beobachtungsboje weiter-
antwickelt. Sie misst Windprofile, also den
Verlauf von Windgeschwindigkeit und Wind-
richtung bis in 250 Meter Höhe mithilfe von
LiDAR. Diese Fernerkundungstechnologie
nutzt Laserstrahlen, um Entfernungen und
Bewegungen in Echtzeit präzise zu erfassen.
Zusätzlich ermittelt die Boje ozeanographi-
sche Parameter wie Strömung, Temperatur,
Salzgehalt, Sauerstoff und pH-Wert.
Die Daten werden stündlich per Satellit an das
BSH übermittelt.
Zur Energieversorgung soll die Monitoring-
Boje zukünftig eine Wasserstoff nutzende
Brennstoffzelle verwenden sowie Wind- und
Solarenergie. Die Einbindung in das Marine
Meeresumweltmessnetz (MARNET-System) des
BSH ermöglicht eine moderne, IT-gestützte
Datenerfassung und -übertragung. Derzeit
wird die Verankerung in Tiefen bis 45 Metern
erprobt, um Vertörnungen mit den Messein-
richtungen unter Wasser zu vermeiden. Erste
Tests in 20 Meter Tiefe waren bereits erfolg-
reich. Zudem prüft das BSH die Ausbringung
und das Einholen der Boje mit BSH eigenen
Schiffen.
Langfristig soll die Monitoring-Boje eine
innovative Grundlage für die Offshore-Wind-
forschung bieten.
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