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Full text: Jahresbericht 2024

Zum Team gehört Dr. Lukas Wienholt, der 
ebenfalls Wirtschaftsingenieur ist. Er sagt: 
„Meine Aufgabe ist es, die technischen und 
wirtschaftlichen Aspekte der Offshore-Wind- 
energieplanung im Blick zu behalten. Von 
der Analyse der Anlagenleistung bis hin zur 
Netzanbindung trage ich dazu bei, dass die 
Planungen realistisch und zukunftsorientiert 
gestaltet werden.“ 
Wienholt weist daraufhin, dass es in fünf Jah- 
ren Leitungen geben wird, die zwei Gigawatt 
übertragen können. „Das bedeutet, dass Kabel 
größer und dicker werden, daran schließen sich 
Fragen an, welche Auswirkungen diese Kabel 
auf den Meeresboden haben. Gleichzeitig 
werden aber auch weniger Kabel benötigt.“ 
Schließlich werden die meisten Kabel durch 
das Wattenmeer verlegt. 
Mit von der Partie ist auch Annika Koch, die 
als Geographin die räumliche Planung verant- 
wortet. „Meine Expertise ist besonders bei der 
Abstimmung mit den Küstenbundesländern 
und der Identifikation geeigneter Flächen 
sowie bei der Erstellung der Geodaten und 
Karten gefragt. Dabei haben wir die Heraus- 
forderung, die gesetzlichen Vorgaben im Sinne 
des Klimaschutzes möglichst umweltverträg- 
lich umzusetzen.“ Koch ist wie die anderen 
Beschäftigten mit Herz und Seele dabei. 
‚Nur beim BSH kann ich so mitgestalten, 
dass Klimaschutz und Naturschutz best- 
möglich in Einklang gehracht werden 
können.“ 
Das Fachgebiet Biologie vertritt in diesem 
Team unter anderem Isabella Kratzer. Sie hat 
einen Master in Aquakultur gemacht und einst 
beim Thünen-Institut gearbeitet, seit ihrer 
Promotion beschäftigt sie sich ausgiebig mit 
Schweinswalen. „Ich untersuche regelmäßig, 
welche Tiere wie häufig in Nordsee und Ost- 
see vorkommen.“ Dazu werden die Daten aus 
dem Basis- und Betriebsmonitoring der Wind- 
park-Betreiber und etwa des Bundesamtes für 
Naturschutz genutzt. 
„Ich fühle mich für die Einhaltung unserer 
strengen Umweltstandards verantwortlich‘; 
sagt Kratzer, die auch mit an dem Umwelt- 
bericht schreibt, der zum FEP gehört wie 
das Rotorblatt zu einer Windenergieanlage. 
Mit den anderen Teammitgliedern muss sie 
eine Vielzahl von Vorschriften beachten, etwa 
wie: Nur maximal zehn Prozent der Ausschließ- 
lichen Wirtschaftszone (AWZ) dürfen gleichzei- 
tig von störungsauslösendem Schall betroffen 
sein, es muss ausreichend Zeit zwischen zwei 
Rammungen vergehen und es dürfen nur zehn 
Prozent der Naturschutzgebiete parallel vom 
3aulärm betroffen sein. „Nur wenn an alles 
gedacht wird, haben die Betreiber Planungs- 
sicherheit und Tiere wie etwa Schweinswale 
bekommen ausreichend Freiraum. Kratzers 
Leidenschaft wurde ihr praktisch vererbt: „Ich 
habe die Liebe zum Meer von meiner Mutter 
und die Liebe zu den Fischen von meinem 
Vater“ ergänzt Kratzer lächelnd.
	        
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