Zum Team gehört Dr. Lukas Wienholt, der
ebenfalls Wirtschaftsingenieur ist. Er sagt:
„Meine Aufgabe ist es, die technischen und
wirtschaftlichen Aspekte der Offshore-Wind-
energieplanung im Blick zu behalten. Von
der Analyse der Anlagenleistung bis hin zur
Netzanbindung trage ich dazu bei, dass die
Planungen realistisch und zukunftsorientiert
gestaltet werden.“
Wienholt weist daraufhin, dass es in fünf Jah-
ren Leitungen geben wird, die zwei Gigawatt
übertragen können. „Das bedeutet, dass Kabel
größer und dicker werden, daran schließen sich
Fragen an, welche Auswirkungen diese Kabel
auf den Meeresboden haben. Gleichzeitig
werden aber auch weniger Kabel benötigt.“
Schließlich werden die meisten Kabel durch
das Wattenmeer verlegt.
Mit von der Partie ist auch Annika Koch, die
als Geographin die räumliche Planung verant-
wortet. „Meine Expertise ist besonders bei der
Abstimmung mit den Küstenbundesländern
und der Identifikation geeigneter Flächen
sowie bei der Erstellung der Geodaten und
Karten gefragt. Dabei haben wir die Heraus-
forderung, die gesetzlichen Vorgaben im Sinne
des Klimaschutzes möglichst umweltverträg-
lich umzusetzen.“ Koch ist wie die anderen
Beschäftigten mit Herz und Seele dabei.
‚Nur beim BSH kann ich so mitgestalten,
dass Klimaschutz und Naturschutz best-
möglich in Einklang gehracht werden
können.“
Das Fachgebiet Biologie vertritt in diesem
Team unter anderem Isabella Kratzer. Sie hat
einen Master in Aquakultur gemacht und einst
beim Thünen-Institut gearbeitet, seit ihrer
Promotion beschäftigt sie sich ausgiebig mit
Schweinswalen. „Ich untersuche regelmäßig,
welche Tiere wie häufig in Nordsee und Ost-
see vorkommen.“ Dazu werden die Daten aus
dem Basis- und Betriebsmonitoring der Wind-
park-Betreiber und etwa des Bundesamtes für
Naturschutz genutzt.
„Ich fühle mich für die Einhaltung unserer
strengen Umweltstandards verantwortlich‘;
sagt Kratzer, die auch mit an dem Umwelt-
bericht schreibt, der zum FEP gehört wie
das Rotorblatt zu einer Windenergieanlage.
Mit den anderen Teammitgliedern muss sie
eine Vielzahl von Vorschriften beachten, etwa
wie: Nur maximal zehn Prozent der Ausschließ-
lichen Wirtschaftszone (AWZ) dürfen gleichzei-
tig von störungsauslösendem Schall betroffen
sein, es muss ausreichend Zeit zwischen zwei
Rammungen vergehen und es dürfen nur zehn
Prozent der Naturschutzgebiete parallel vom
3aulärm betroffen sein. „Nur wenn an alles
gedacht wird, haben die Betreiber Planungs-
sicherheit und Tiere wie etwa Schweinswale
bekommen ausreichend Freiraum. Kratzers
Leidenschaft wurde ihr praktisch vererbt: „Ich
habe die Liebe zum Meer von meiner Mutter
und die Liebe zu den Fischen von meinem
Vater“ ergänzt Kratzer lächelnd.