Neue Techniken für die Suche und
Rettung auf See
Zur Forschung und Entwicklung neuer Techni-
ken für die Suche und Rettung auf See koope-
rieren das BSH und die Deutsche Gesellschaft
zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) seit
Dezember 2024 eng.
Ein Ziel ist es, die Entwicklung von Kamera-
systemen zu unterstützen, die die See auto-
matisch nach möglichen Anzeichen auf
Schiffbrüchige absuchen, um die mensch-
lichen Augen der Seenotretter zu unterstüt-
zen. Solche Systeme könnten künftig auch
auf Handelsschiffen während der Fahrt
ständig die Umgebung beobachten und
Hindernisse melden, etwa Baumstämme,
Container oder Rettungsinseln.
„Die Seenotretter auf Nordsee und Ostsee sind
für uns ein hervorragender Partner. Ich freue
mich, dass das BSH und die DGZzRS ihr Wissen
bündeln, um die Techniken im maritimen Such-
Jınd Rettungsdienst weiter zu verbessern“, sagt
BSH-Präsident Helge Heegewaldt.
DGZzRS-Geschäftsführer Kapitän Michael Ippich
ergänzt: „Die Seenotretter fahren raus, wenn
andere reinkommen. Modernste Technik unter-
stützt sie bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe.
Deshalb ist technische Forschung für uns von
großer Bedeutung. Die Prüfungs- und Entwi-
cklungslabore des BSH, die Seenotrettungs-
kreuzer der DGzRS, unsere Seenotretter-Akade-
mie und unsere regelmäßigen großen Übungen
in Nordsee und Ostsee sind sehr gut geeignet,
um neue Entwicklungen zu erproben.“
Zudem wollen BSH und DGzRS die Trag-
weiten von LED-Rettungsmittelleuchten und
Suchscheinwerfern unter Realbedingungen
untersuchen, um negative Umwelteinflüsse
auf die Lichtausbreitung der Leuchten zu
identifizieren und geeignete Maßnahmen
abzuleiten, um auch ohne Rettungsmittel
über Bord gegangene Menschen besser
finden zu können.
Jbung zur Entwicklung neuer Techniken für die Rettung auf See östlich von Helgoland in der Nordsee
'Quelle: Jörn Kallauch)