Internationale Standards verlangen eine
sichere Erkennung von Hindernissen entlang
aller Hauptschifffahrtsrouten - insbesondere
in stark befahrenen Gebieten wie dem Feh-
marnbelt. Auch für Offshore-Windparks ist
eine präzise Kartierung essenziell. Zudem
sind natürliche Riffe ökologisch wertvoll und
unterliegen strengen Schutzvorgaben der
Europäischen Union (EU).
Entscheidend für den Erfolg des Projekts war
die Qualität der Trainingsdaten. Experten-
teams von IOW und BSH markierten über
Jahre hinweg Hunderttausende Steine von
Hand. Diese Daten ermöglichten es der Kl,
Felsbrocken mit hoher Genauigkeit zu identi-
fizieren. Die abschließende Studie bestätigte:
Die Software analysiert hydroakustische Daten
bis zu zehnmal schneller als herkömmliche
Methoden und liefert objektive Ergebnisse.
Auch nach Projektabschluss wird das System
kontinuierlich optimiert - durch neue Daten
aus laufenden Schiffseinsätzen. Die Software
ist bereits im Einsatz: das Umweltbundesamt.
Landesküstenschutzbehörden und wissen-
schaftliche Institutionen wie das IOW nutzen
sie erfolgreich. Auch die Industrie profitiert -
SES bietet sie für autonome Unterwasser-
inspektionen in Offshore-Windparks an.
Darüber hinaus setzt das BSH die Software zur
Herstellung hochauflösender digitaler See-
karten im Rahmen der neuen S-100-Standards
ein - ein großer Erfolg für eine einstige „Bier-
deckel-Idee“.
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Darstellung der aus Fächerecholotdaten berechneten Gewässerbodenneigung im Bereich der Kadetrinne.
Die schwarzen Punkte markieren die durch Expertinnen und Experten manuell annotierten Steine/Felsblöcke.
(Quelle: BSH)
Schifffahrt der Zukunft
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