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Full text: Jahresbericht 2024

Schiffslärm dominiert unter Wasser 
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Unterwasserlärm 
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in der Nordsee 
In der Nordsee ist es besonders laut unter Was- 
ser in der Nähe von Schifffahrtsrouten, zeigt 
eine internationale Studie unter Leitung des 
BSH. Die Studie beruht auf gemeinsamen Mes- 
sungen der Nordseeanrainerstaaten an 19 Sta- 
tionen. Die Ergebnisse dienen als Referenz für 
zukünftige Messungen und Bewertungen. Das 
Ziel: effektive Maßnahmen entwickeln, damit 
es in der Nordsee leiser wird. 
Der Unterwasserlärm am Boden ist der Studie 
zufolge in der Nähe von Schifffahrtsrouten wie 
dem Ärmelkanal und der südlichen Nordsee 
am stärksten, während er in tieferen Bereichen 
der nördlichen Nordsee, vor Schottland und 
Norwegen, am geringsten ausfällt. Unter- 
schiedliche Geräuschkulissen an verschiedenen 
Stationen lassen sich durch Faktoren wie Ver- 
kehrsaufkommen, Wassertiefe und vorherr- 
schende Umweltbedingungen erklären. 
Die Studie aus dem Interreg-Projekt JOMO- 
PANS bildet die Basis, um Unterwasserlärm 
großflächig zu erfassen und zu bewerten. Sie 
kombiniert direkte Messungen mit numeri- 
schen Modellen und liefert so ein umfassen- 
des Bild des Lärms. Diese Erkenntnisse sind 
gefragt, denn die Europäische Union betrach: 
tet Unterwasserlärm als einen Indikator für 
den Zustand der Meere. Jens-Georg Fischer, 
Projektleiter am BSH, betont: 
„Die Nordsee gehört zu den am stärksten 
befahrenen Seegebieten und wird zuneh- 
mend für die Energiegewinnung genutzt. 
Die standardisierte Erfassung des Unterwas- 
serlärms in der gesamten Nordsee ermög- 
licht eine umfassende Bewertung der 
Belastungen und die gemeinsame Entwick- 
lung von Maßnahmen zur Lärmreduzierung. 
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BSH-Mitarbeiter haben mit Tauchern erfolgreich 
ain Unterwassermikrofon in der Nordsee installiert. 
'm JOMOPANS-Projekt koordinierte das BSH die 
Messungen und Auswertungen der zwölf Projekt- 
aartner und führte eigene Messungen an drei 
Stationen in der Deutschen Bucht durch. 
(Quelle: Daniel Makurat) 
Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts, 
startete 2024 das Folgeprojekt DEMASK. Ziel 
ist es, verschiedene Akteure aus Schifffahrt, 
Offshore-Industrie und Raumplanung für das 
Thema Unterwasserlärm zu sensibilisieren. 
Zusammen entwickeln sie Zukunftsszenarien 
für die Nordsee, führen Risikobewertungen 
durch und untersuchen die Auswirkungen auf 
die Meeresumwelt unter Berücksichtigung von 
Schwellenwerten. Denn nur durch gemeinsa- 
mes Handeln kann die Nordsee leiser werden. 
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