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Full text: 25: Der hydrographische Aufbau in der Deutschen Bucht vornehmlich dargestellt auf Grund der vorliegenden Unterlagen über Temperatur, Salzgehalt und Dichte

Abb. 25: Temperaturverteilung [°Cj am Boden während der „Poseidon“-Fahrt im März 1935 (2. Dekade) 
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Mai/Juni 1920 (Poseidon'): Durch Verzögerung der Erwärmung in vertikaler Richtung in den Frühjahrsmonaten 
treten auch noch zwischen Mai und Juni die sog. Kälteinseln auf. Diese Kaltwasserkörper reichen also von der 
Oberfläche bis zum Boden. Die zentrale Achse dieser hydrographischen Gebilde ist von West nach Ost geneigt. 
Diese Tatsache steht sehr gut im Einklang mit derjenigen, daß die Konvergenzzone, die Region des stärksten 
Temperatur-, Salzgehalts- oder Dichtegradienten in der Bodenwasserschicht gegenüber derjenigen an der Ober 
fläche an die nordfriesische Küste gerückt ist. Diese durchgängigen Kaltwasserkörper sind auch nur in den tie 
feren Gebieten der Deutschen Bucht zu finden. In der inneren Bucht sind sie anscheinend südlich der Insel 
Helgoland im Gebiet der Helgoländer Tiefen Rinne zu beobachten. 
Juni 1930 fPoseidon - ): Sind diese Kaltwasserkörper aber verschwunden, so ist für das Bodenwasser stets die kü 
stenparallele Anordnung der Isothermen charakteristisch, wie auch im Mai (s. auch (27) die Abb. 7 auf Taf. 22). 
September/Oktoher 1925 fPoseidon'): Dieses Beispiel zeigt den Beginn der herbstlichen Abkühlung des Boden 
wassers. Deutlich ist der Einfluß der kontinentalen Abkühlung auf die Deutsche Bucht zu erkennen. Auffallend 
ist hier die starke Temperaturemiedrigung in und vor der FanÖ-Bucht, sie ist wahrscheinlich größer als in den 
übrigen Küstengebieten. 
Oktober 1931 (Poseidon): Durch die Zunahme der Temperaturerniedrigung im Bodenwasser, welche im Okto 
ber ihren größten Betrag erreicht (Oktober/November), treten, wie schon im vorhergehenden Beisp. das Seege 
biet westlich Helgoland andeutet, in der inneren Deutschen Bucht über ihren tieferen Regionen die zum 
Frühjahr thermisch entgegengesetzten Warmwasserinseln auf. Im November/Dezember sind diese Warmwas 
serkörper meistens verschwunden. Die weitere Temperaturerniedrigung des Bodenwassers, wenn wir von den 
vorwinterlichen Kaltlufteinbrüchen und einer frühzeitigen Vereisung der Küstengebiete im Raume der Deut 
schen Bucht absehen, geht nun langsamer vor sich. Sie erfaßt den ganzen Meeresraum von der Oberfläche bis 
zum Boden. In den Wintermonaten Februar/März ist in der ganzen Deutschen Bucht der tiefste Punkt der Tem 
peraturabnahme erreicht: das Minimum im Temperaturjahresgang. Nach Überschreitung dieses Temperaturex 
trems beginnt der jahreszeitliche Zyklus der Temperaturänderungen innerhalb der Deutschen Bucht von neuem.
	        
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