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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

02 
siegendes Misstrauen gegen jede Einwanderung nach den Inseln des Stillen 
Oceans behalten. 
Trotz aller Schwierigkeiten gehen die Hawali - Inseln, Dank dem 
wundervollen Klima, einer reichen Zukunft entgegen. Alles, was man bis jetzt 
zu bauen versucht hat, wächst so zu sagen von selbst. Der erst seit wenigen 
Jahren begonnene Reisbau liefert ein reichliches und ganz vorzügliches Pro- 
dukt, welches den berühmten Süd-Carolina-Reis noch übertreffen soll. Den Bau 
des Kaffee’s hat man aus Mangel an Arbeitskräften vernachlässigt, trotzdem der- 
zelbe als ganz besonders gut gepriesen wird. Das Rindvieh hat sich seit der 
Einführung so sehr vermehrt, dass Häute und Talg einen bedeutenden Ausfuhr- 
Artikel bilden, und das Rindfleisch, welches nur wenig Abnehmer findet, für 
M. 0,24 (6 Cents) verkauft wird. 
In Honolulu ist Alles theuer, was von auswärts herbeigebracht wer- 
den muss; englische Steinkohlen waren in Menge vorhanden, aber in Folge 
eines grossen Brandes der Kohlenschuppen von Feuer und Wasser verdorben; 
australische Kohlen zum Preise von 12 Dollars waren in jeder beliebigen Quan- 
tität zu erhalten. Man kann mit ziemlicher Sicherheit darauf rechnen, in Hono- 
{lu jetzt immer Kohlen zu finden; für die regelmässig verkehrenden Dampfer 
der „Pacific Mail Steam Ship Company“ wird stets ein Vorrath gehalten, ausser- 
dem werden einige Zuckerplantagen mit Dampf betrieben und der Hafenschlepp- 
dampfer ist gleichfalls ein beständiger Kohlenkonsument. Der Preis richtet 
sich allerdings nach den disponiblen Vorräthen.“ 
2. Die meteorologischen Verhältnisse der Hawali-Inseln, 
Der Hafenmeister Kapt, Smith zu Honolulu stellt daselbst seit längeren 
Jahren meteorologische Beobachtungen an. Kapt. von Wickede theilt einige 
hierauf bezügliche Angaben mit, welche als Ergänzung zu den in diesen Annalen, 
1875, pag. 277 und 278, über das Klima der Hawaili-Inseln gegebenen Notizen 
und Zahlenwerthe dienen können. Die nachfolgenden Zahlenangaben haben auch 
insofern Werth, als sie zeigen, dass die Wind- und Regenverhältnisse auf den 
Hawaii-Inseln nicht so regelmässig sind, als sie diesen, dem ausgesprochensten 
Seeklima angehörigen Inseln eigentlich zukämen. Der Luftdruck ist auf 0° und 
len Meeresspiegel reducirt. 
Honolulu auf Oahu: 21° 16‘ N-Br, 157° 51‘ W-Lg. 
Windtabelle für 1877 
Monat 
5 
Luft- | Tempe- | 
druck ratur } 
mm ' °C 
Luft- | Tempe- 
druck ratur 
mm °C 
Nörd- | Nord. | Oest- | Süd- | West aYa | 
lich östlich! lich | lich | lich änder-| Seil 
Januar .. 
Tebruar, . 
MÄrZ +. 
April... 
Mai. ... 
huni 2... 
Tui... 
August . . 
September 
Oktober . 
November 
December 
".) 
64,3 
57,1 | 
"66,1 
765,8 
766,8 
765,3 
764,2 
763,7 
168,5 
762,5 
7685 
N 4, 0 
4,4 
23,9 
23,6 
25,0 
5,6 
0 
Su.) 
34,1 
‚62,9 
"65,1 
63,9 
765,4 
165,4 
164.7 
764 
PA 
‘64 
2,0 
2,4 
2,6 
3,1 
32 
A477 
Ö 
a 
17 
10 
A? 
39 
| 
A 
= 
2 
N 
3 
+ 
) 
A 
40 
+ 
5.0 
35,4} 
9 
Kapt. Smith bemerkt hierzu, dass die Windverhältnisse des Jahres 1877 
zuf den Hawatri-Inseln sich merklich von denen der Jahre vorher durch trockene 
and starke (6-—7) Passatwinde ausgezeichnet haben, und dies namentlich in den 
Monaten (Februar und März), wo sie sonst schwach und unterbrochen zu wehen 
flegen. 
08 Nach langjähriger Erfahrung hat man folgenden Zusammenhang zwischen 
dem Luftdruck und dem zu erwartenden Wind gefunden, 
Im Allgemeinen rechnet man bei einem Barometerstand zwischen 762,0 
und 763,4mm auf leichten NE und etwas Regen, zwischen 763,4 und 764,5mm
	        
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