accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : 25: Der hydrographische Aufbau in der Deutschen Bucht vornehmlich dargestellt auf Grund der vorliegenden Unterlagen über Temperatur, Salzgehalt und Dichte

7

zeichnet.  Ihr  geringerer  Wert  ist  dadurch  bedingt,  daß  die  Einzelbeobachtungen  in  dem  betreffenden  Monat
oder  die  Monatsmittel  in  dem  betreffenden  Jahr  entweder  weniger  als  50  %  bzw.  100  %  der  möglichen  Beobachtungen ­
  ausmachen  oder  diese  prozentualen  Grenzwerte  überschreiten  bzw.  erreichen,  dabei  aber  über  den
betreffenden  Zeitabschnitt  ungleich  verteilt  sind.  Ferner  ist  der  Wert  einzelner  Mittelwerte  dadurch  geringer,
daß  insbesondere  die  Temperaturmittelwerte  Größen  sind,  welche  durch  graphische  Interpolation  innerhalb  des
betreffenden  Jahresganges  oder  mittels  Angleichung  an  den  Jahresgang  des  jeweiligen  benachbarten  Feuerschiffes ­
  und  dann  durch  graphische  Interpolation  bestimmt  wurden.  Diese  Interpolationen  wurden  nur  bei  der
Berechnung  der  fehlenden  Temperaturmittelwerte  soweit  es  möglich  war,  angewandt;  die  fehlenden  Salzgehaltsmittel ­
  wurden  auf  diese  Weise  nicht  bestimmt,  da  der  Salzgehaltsjahresgang  bei  allen  Feuerschiffen  nicht
gleichsinnig  verläuft  und  der  einzelne  Gang  von  Jahr  zu  Jahr  großen  Schwankungen  unterliegt,  worauf  Zorell
bereits  nachdrücklich  hingewiesen  hat  (siehe  (16)  die  Frg.  17  bis  20).  Andererseits  war  es  möglich,  vorhandene
Lücken  in  den  Temperatur-  und  Salzgehaltstabellen  von  Zorell  (siehe  (16)  auf  S.  60  bis  69)  soweit  aufzufüllen,
wie  es  der  Wert  der  Einzelbeobachtung  zuließ.  Nach  nochmaliger  Durchsicht  der  Original-Schiffstagebücher
der  deutschen  Feuerschiffe  (besonders  für  die  Jahre  1920/32)  und  Überprüfung  der  vom  Verfasser  veröffentlichten ­
  Ergänzungen  1920/32  (siehe  (21)  Tab.  1  bis  4)  sowie  der  handschriftlichen  Aufzeichnungen  der  Temperatur- ­
  und  Salzgehaltsbeobachtungen  1923  wurden  insbesondere  die  Wintermonate  vervollständigt.  Es  hat
sich  nämlich  herausgestellt,  daß  im  Durchschnitt  fast  alle  Wintermonatsmittelwerte  der  Reihe  1923/32  nach
Zorell  zu  hoch  berechnet  worden  sind.  Das  ist  dadurch  zu  erklären,  daß  Temperaturbeobachtungen  aus  eisreichen ­
  und  sehr  eisreichen  Wintern  wie  1928/29,  1940/41,  1923/24  usw.  (siehe  Nusser  (33)  die  Figuren  auf  S.
149  und  150  sowie  (34)  die  Tabellen  auf  S.  252  und  253)  entweder  völlig  fehlen  oder  nur  spärlich  vorhanden
sind.  Die  Feuerschiffe  verlassen  nämlich  in  den  meisten  Fällen  frühzeitig  ihre  Position,  um  noch  der  Gefahr
zunehmenden  Eisgangs  auszuweichen  und  den  sicheren  Hafen  zu  erreichen.  So  sind  in  diesen  Monaten  die  wenigen ­
  negativen  Wassertemperaturbeobachtungen  für  die  Berechnung  der  Wintermonatsmittel  von  großer
Wichtigkeit.  Man  ist  gezwungen,  die  aus  diesen  wenigen  negativen  Temperaturen  berechneten  Monatsmittel
trotz  ihrer  anhaftenden  Unsicherheit  mit  demselben  Gewicht  zu  belegen  wie  die  übrigen.  Zorell  hatte  in  vielen
Fällen  diese  Einzelwerte  unberücksichtigt  gelassen,  was  sich  bei  der  Berechnung  der  langjährigen  Mittelwerte
ungünstig  ausgewirkt  hat;  die  Wintermonatsmittel  der  Reihe  1923/32  (nach  Zorell)  sind  in  vielen  Fällen  als  zu
hoch  berechnet  worden.
Bei  der  späteren  Betrachtung  des  mittleren  Jahresganges  von  Temperatur  und  Salzgehalt  der  Deutschen  Bucht
ist  es  notwendig,  sich  vorher  ein  Bild  über  die  Streuung  der  Einzelbeobachtungen  zu  machen,  um  sich  zu  vergewissern, ­
  welchen  statistischen  Wert  die  fiktiven  Monatsmittel  besitzen.  Daher  sind  in  Tabelle  9  (Anhang)
und  10*  die  während  des  Zeitraumes  1920/42  bei  den  einzelnen  Feuerschiffen  beobachteten  Grenzwerte  von
Temperatur  und  Salzgehalt  sowie  ihre  absoluten  Schwankungen  im  Oberflächen-  und  Bodenwasser  wiedergegeben. ­
  Bei  den  Temperaturverhältnissen  bewegen  letztere  sich  im  Oberflächenwasser  zwischen  den  Grenzen
21.2  °C  (bei  Weser)  und  24.3  °C  (bei  Außeneider)  sowie  im  Bodenwasser  zwischen  18.7  °C  (bei  Norderney)
und  22.7  °C  (bei  Elbe  4).  Dementsprechend  bewegen  sich  die  absoluten  Salzgehaltsschwankungen  im  Oberflächenwasser ­
  zwischen  den  Grenzen  5.36  %c  (bei  Borkumriff)  und  28.99  %<  (bei  Elbe  4)  sowie  im  Bodenwasser
zwischen  3.21  %c  (bei  Weser)  und  26.70  %c  (bei  Elbe  4).  Vom  physikalisch-statistischen  Standpunkt  ist  daher
zu  fordern,  exakte  Aussagen  über  die  Größe  der  Streuung  der  Temperatur-  und  Salzgehaltseinzelbeobachtungen ­
  zu  machen.  Dies  geschieht  im  allgemeinen  mit  Hilfe  der  Berechnung  der  durchschnittlichen,  mittleren  und
wahrscheinlichen  Abweichung  der  Einzelwerte  vom  langjährigen  Mittelwert  nach  dem  Gesetz  der  Gaußischen
Fehlerverteilung. c)  Um  sich  diese,  für  den  Einzelnen  mühselige  umfangreiche  Rechenarbeit  zu  ersparen,  sind
in  den  Tabellen  11*  bis  14*  Zahlenangaben  zusammengestellt,  welche  die  absoluten  monatlichen  und  jährlichen ­
  Temperatur-  und  Salzgehaltsschwankungen  im  Oberflächen-  und  Bodenwasser  bei  den  einzelnen  Feuerschiffen ­
  auf  Grund  der  Differenzen  zwischen  dem  höchsten  und  niedrigsten  Monatsmittel,  dem  mittleren
Maximum  und  Minimum  sowie  dem  absolut  höchsten  und  niedrigsten  Einzelwert  innerhalb  der  Beobachtungsperiode ­
  1920/42  wiedergegeben.  Diese  berechneten  Schwankungen  bestätigen  in  eindeutiger  Weise,  daß  Mitc ­

 >  Diese  berechneten  Abweichungen  sagen  erstens  darüber  aus,  wie  groß  z.  B.  die  Temperatur-  und  Salzgehaltsschwankungen
im  Monat  betragen  können,  und  zweitens  bilden  sie  die  rechnerische  Gmndlage  für  eine  spätere  Reduktion  der  verschiedenen ­
  langen  Jahresreihen  der  Tempratur-  und  Salzgehaltsmittelwerte  z.  B.  auf  die  einheitliche  Standardperiode  1920/42  mit
Hilfe  des  Korrelationskoeffizienten  und  der  Reduktionsgleichung.  D.  Verf.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.