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Full text: Jahresbericht 1959

Jahresbericht Nr.14/1959 
- Seite 42 - 
beseitigt, daß der Bimetall-Thermostat durch ein Kontaktthermometer ersetzt 
und ein Magnetventil eingebaut wurde, das den Rücklauf der Kühlflüssigkeit 
verhindert. 
Zur Steigerung der Vergleichsgenauigkeit bei der Prüfling von Präzisions- 
Beobachtungsuhren wurden Versuche mit einem provisorisch geschalteten aku 
stischen Prüfgerät durchgeführt, das nach demselben Prinzip - jedoch auf 
5 Schläge je Sekunde abgewandelt - arbeitet, wie die seit 1957 zu voller 
Zufriedenheit arbeitenden gleichartigen Geräte für die Vergleiche von 
Schiffs-Chronometern. Diese Geräte ermöglichen die täglichen Vergleiche 
von Zeitmessern frei von den persönlichen Fehlern der jeweils wechselnden 
Beobachter. 
An der Abfassung der vom RAI, Ausschuß für Lieferbedingungen und Güte 
sicherung beim DNA im Juni herausgegebenen "Bezeichnungs- und Prüfvor 
schriften für Chronometer, RAL 670 A" war das Institut maßgeblich beteiligt. 
Im Berichtsjahr wurden neben 39 Schiffs-Chronometern und 5 Präzisions- 
Beobachtungsuhren des Institutes 389 Schiffs-Chronometer, 3 Präzisions- 
Beobachtungsuhren, 103 Armband- und 10 Taschen-Chronometer privater Auf 
traggeber geprüft und, soweit die Prüfgrenzen eingehalten wurden, mit amt 
lichen Prüfscheinen versehen. 
Institutseigene Schiffs-Chronometer wurden an Reedereien während mehr 
als 2300 Tagen vermietet. Das erhebliche Nachlassen dieser Vermietungen, 
insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zeigt, daß der Engpaß in der 
Schiffsausrüstung mit Chronometern überwunden ist. Die Vermietung von 
Schiffs-Chronometern durch das Institut und seine Aussenstellen wurde 
deshalb mit dem 31. Dezember 1959 eingestellt. 
Verschiedene Erzeugnisse der Industrie, die in das Sachgebiet des Zeit 
dienstes gehören, wurden geprüft und begutachtet. 
4. Rechenanlage 
Das bisherige Sachgebiet Lochkartenstelle ist von Jahr zu Jahr mehr 
für die laufenden Arbeiten aller Referate und gelegentlich auch anderer 
Abteilungen in Anspruch genommen worden. Es erhielt daher vom Mai 1959 
an die Stellung eines Referats Rechenanlage (VD). Bisher konnten alle 
Aufgaben des wissenschaftlichen Rechnens, die im Hause erledigt werden 
müssen, mit den verhältnismäßig kleinen Maschinen bewältigt werden. Die 
dabei angewandten Verfahren gelten als ungewöhnlich, doch sind die Grenzen 
des Möglichen allmählich erreicht und eine mittelgroße Anlage der Art, wie 
sie neuerdings erhältlich sind, wird nötig. An eine Großanlage ist nicht 
nur der Kosten wegen nicht gedacht; Großanlagen eignen sich wenig für die 
anfallenden Aufgaben, weil die Programmierung eine zu große Unbeweglichkeit 
nach sich zieht. So sind die interessantesten Aufgaben, die bisher gelöst 
wurden, auf Großanlagen nicht programmiert worden. Aufgaben, die Großanlagen
	        
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