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Full text: Jahresbericht 1999

Meeresüberwachung 
nahmen zum Schutz von Nord- und Ostsee. Sie 
sind Bestandteil von nationalen und internationalen 
Überwachungsprogrammen. 
Das BSH arbeitet bei den Überwachungsaufga 
ben sehr eng mit anderen Umweltbehörden des 
Bundes und der Länder sowie den Meeresfor 
schungsinstituten an den Universitäten zusam 
men. Ein bedeutender Teil der Überwachungsar 
beiten in der Ostsee wird im Auftrag des BSH vom 
Institut für Ostseeforschung Warnemünde durch 
geführt. In den Küstengewässern und Ästuarien 
wird die Überwachung mit den Küstenländern ge 
meinsam im BLMP abgestimmt und durchgeführt. 
Zur Unterstützung der routinemäßigen Untersu 
chungen führt das BSH eigene Forschungspro 
jekte durch und beteiligt sich auch an Projekten 
anderer Forschungseinrichtungen. 
Die Verschmutzung des Meeres macht an 
nationalen Grenzen nicht halt. Deshalb wird die 
Überwachung des Meeres international abge 
stimmt. Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt 
sich - auf der wissenschaftlichen Ebene durch 
das BSH vertreten - an der Erarbeitung und 
Durchführung von internationalen Überwachungs 
programmen im Rahmen verschiedener Überein 
kommen. 
In der Nordsee ist dies das „Joint Assess 
ment and Monitoring Programme“ (Oslo/Paris- 
Übereinkommen), in der Ostsee das Überwa 
chungsprogramm COMBINE im Rahmen des 
Helsinki-Übereinkommens. 
Die Überwachung der Meeresumwelt erfolgt 
sowohl durch die regelmäßige Entnahme von 
Wasser- und Sedimentproben und deren Analyse 
an Bord oder im Laboratorium des BSH als auch 
durch ein automatisches Messsystem auf festen 
Seestationen (MARNET). Die gewonnenen Pro 
ben werden auf Nährstoffe, gelösten Sauerstoff, 
Schwermetalle, halogenierte Kohlenwasserstoffe, 
Erdöl-Kohlenwasserstoffe und Radionuklide so 
wie auf weitere Begleitparameter untersucht, die 
für die Beurteilung der Ergebnisse notwendig 
sind. 
Am 5. Juni 1999, dem „Tag der Umwelt“, 
veranstaltete das BSH-Labor einen Tag der 
Offenen Tür. Die Öffentlichkeit war eingeladen, 
die Arbeiten der Meereschemiker kennen zu 
lernen. Die Überwachungstätigkeit wurde von den 
Mitarbeitern möglichst praktisch erklärt. Hierbei 
wurde den rund 300 Besuchern u.a. gezeigt, wie 
Nährstoffe im Meer bestimmt werden, welcher 
Aufwand betrieben werden muss, um geringste 
Spuren von radioaktiven Substanzen im Meer 
nachweisen zu können und wie die Daten an 
schließend in ein bundesweites Datennetz einge 
speist werden. Es wurde vorgeführt, wie kleinste 
Spuren von Schwermetallen und organischen 
Schadstoffen im Wasser und Sediment nachge 
wiesen werden und wie man Ölsündern mithilfe 
von chemischen Methoden auf die Spur kommt. 
Einen großen Raum nahm auch die simulierte 
Vorführung der Entnahme von Wasserproben 
aus 50 m Tiefe oder aus 5000 m Tiefe oder von 
Sedimenten ein (Abb. 20). 
Tag der Offenen Tür im Laboratorium Sülldorf
	        
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