Beschickungsverfahren
zugeordnet werden und vom SKN unabhängig
sind. Dies führt zu einem neuartigen und zukünfti
gen Konzept zur Erfassung und Bearbeitung
hydrographischer Daten, dessen positive Folgen
für die Hydrographie und die Navigation noch ab
zuwägen sind. In der Hydrographie müssen dafür
bei der Seevermessung u. Datenverarbeitung
sowie bei der kartographischen Arbeit neue Pro
zeduren eingesetzt werden. In der Navigation er
gibt sich durch Verzicht auf die konventionelle
und statische SKN-Fläche eine verbesserte Un
terstützung der Schiffsführung, insbesondere
durch eine dynamische hochpräzise Bestimmung
der Under-Keel Clearance (oder Bodenfreiheit)
des Schiffes.
Basis dieser Anwendung ist die Herstellung
und Verwaltung eines digitalen Geländemodells
der Bodentopographie (DGM), das Im Gegensatz
zu den konventionellen Prozeduren nicht auf das
SKN, sondern auf das Referenzellipsoid bezogen
wird. Das DGM bleibt unabhängig von der Be
schickung und dient als Grundlage für alle weiteren
kartographischen Prozesse, die ebenfalls in Be
zug auf das Ellipsold durchgeführt werden.
Die Beschickung der Bodentopographie
zum ausgewählten Bezugshorizont (bzw. zum
konventionellen SKN für die Herstellung der See
karten) erfolgt dann in einer späteren Phase
durch die einfache Differenz der Gl.2. Hierbei
werden computergestützte Verfahren eingesetzt.
Abb. 42 skizziert die Zuordnung zum Ellipsoid mit
einer Auswahl von ellipsoidlschen Höhen, die zu
unterschiedlichen Bezugshorizonten beschickt
werden können.
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