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Full text: Jahresbericht 1999

Beschickungsverfahren 
zugeordnet werden und vom SKN unabhängig 
sind. Dies führt zu einem neuartigen und zukünfti 
gen Konzept zur Erfassung und Bearbeitung 
hydrographischer Daten, dessen positive Folgen 
für die Hydrographie und die Navigation noch ab 
zuwägen sind. In der Hydrographie müssen dafür 
bei der Seevermessung u. Datenverarbeitung 
sowie bei der kartographischen Arbeit neue Pro 
zeduren eingesetzt werden. In der Navigation er 
gibt sich durch Verzicht auf die konventionelle 
und statische SKN-Fläche eine verbesserte Un 
terstützung der Schiffsführung, insbesondere 
durch eine dynamische hochpräzise Bestimmung 
der Under-Keel Clearance (oder Bodenfreiheit) 
des Schiffes. 
Basis dieser Anwendung ist die Herstellung 
und Verwaltung eines digitalen Geländemodells 
der Bodentopographie (DGM), das Im Gegensatz 
zu den konventionellen Prozeduren nicht auf das 
SKN, sondern auf das Referenzellipsoid bezogen 
wird. Das DGM bleibt unabhängig von der Be 
schickung und dient als Grundlage für alle weiteren 
kartographischen Prozesse, die ebenfalls in Be 
zug auf das Ellipsold durchgeführt werden. 
Die Beschickung der Bodentopographie 
zum ausgewählten Bezugshorizont (bzw. zum 
konventionellen SKN für die Herstellung der See 
karten) erfolgt dann in einer späteren Phase 
durch die einfache Differenz der Gl.2. Hierbei 
werden computergestützte Verfahren eingesetzt. 
Abb. 42 skizziert die Zuordnung zum Ellipsoid mit 
einer Auswahl von ellipsoidlschen Höhen, die zu 
unterschiedlichen Bezugshorizonten beschickt 
werden können. 
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