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Full text: Jahresbericht 1999

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Organische Schadstoffe 
Konzentrationen im Süden zu beobachten, nahe 
der Quellen und Anwendungen, während im Nord 
meer ähnlich niedrige Konzentrationen vorhan 
den sind wie im NO-Atlantik. Trotz der weiteren, 
wenn auch reduzierten Anwendung sind im Nord 
meer geringere Werte zu finden als für das nicht 
mehr verwendete a-lsomere. Dies weist auf einen 
leichteren Abbau des y-HCH hin. In einigen See 
gebieten ist auch für y-HCH inzwischen ein Rück 
gang in den Konzentrationen zu beobachten. 
Polychlorierte Biphenyle (PCB), DDT und 
- Metaboliten (DDE, DDP), Hexachlorbenzol 
(HCB) 
Im Gegensatz zu den recht gut wasserlös 
lichen HCH-Isomeren sind die nachfolgend be 
schriebenen Stoffe sehr lipophil und reichern sich 
stark an Schwebstoffen und Sedimenten an. Ent 
sprechend zeigen sie ein anderes Verteilungsver 
halten im Meer als die HCHs. 
Die räumliche Verteilung der PCB kann 
exemplarisch an dem Isomeren PCB153 betrachtet 
werden - dem PCB-Congeneren mit der höchsten 
Konzentration. In der Nordsee ist ein sehr steiler 
Gradient von den Küsten zur offenen See zu er 
kennen. 1999 wurden beispielsweise in der Elb- 
Mündung bei Stade 492 pg/l beobachtet, während 
im Küstenbereich noch 10 bis 60 pg/l und in der 
offenen Nordsee nur noch 2 bis 5 pg/l gefunden 
werden. Bemerkenswert war bei dieser Untersu 
chung ein erhöhter Wert in der Nähe von Offshore- 
Anlagen, der bisher allerdings nur einmal beob 
achtet wurde. Der PCB-Gradient ist sehr viel stei 
ler als für die HCHs, weil die PCBs stark schweb 
stoffgebunden sind (zu 80 bis 90%) und eine 
rasche Eliminierung durch Sedimentation erfolgt. 
Die Konzentrationen liegen in der offenen See 
etwa 10- bis 100-mal unter denen der HCH-Isomere. 
Für eine ökologische Bewertung ist allerdings zu 
beachten, dass die PCBs stärker bioakkumulierbar 
sind und sich dadurch in der Nahrungskette stär 
ker anreichern. 
Eine ganz ähnliche Konzentrationsverteilung 
ist für das HCB und die DDT-Metaboliten zu 
beobachten. Auch hier sind sehr steile Gradienten 
vorhanden, und die Konzentrationen in der offenen 
Nordsee liegen ebenfalls im unteren pg/l-Bereich. 
Der Vergleich mit Werten aus der Vergan 
genheit ist schwieriger als bei den HCHs, weil die 
frühen Werte aufgrund analytischer Schwierigkei 
ten (geringe Konzentrationen, Blindwertproble 
matik) weniger verlässlich sind und die Daten 
dichte wesentlich geringer ist. Zuverlässige 
Bestimmungen im unteren pg/l-Bereich sind erst 
seit wenigen Jahren möglich. Trotzdem ist bei 
kritischer Wertung der vorhandenen Daten eine 
Abnahme über die Jahre festzustellen. 
Erdölkohlenwasserstoffe (EKW) und 
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe 
(PAK) 
Die Kohlenwasserstoffe zeigen wiederum 
ein anderes, eigenständiges Verhalten. Der halb 
quantitative Summenparameter „Gesamtkohlen
	        
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