Sedimentdynamik
Innerhalb von Zonel, in der die größten Sedi
mentmächtigkeiten angetroffen werden, liefert ein
küstenparalleler Sandtransport von Westen bzw.
Norden Material in den innersten Teil der Deut
schen Bucht (Helgoländer Bucht, Weser- und
Elbe-Ästuar), wo das Sediment eine intensive
Umlagerung erfährt. Ein Teil des Sedimentvolu
mens geht entlang der ost- und der nordfrie
sischen Küste durch küstennormalen Transport in
die offene See (Zone 3) verloren, wo es in der
Regel jenseits einer Wassertiefe von 15 m zur
Ablagerung kommt. Neu an diesen Untersuchun
gen ist, dass innerhalb einer Zone von 10 bis 15 m
(Zone 2) Wassertiefe die nordseezeitliche Sand
decke ausdünnt und stellenweise so gut wie fehlt.
Dies deutet auf die Vorherrschaft erodierender
Prozesse in diesem Tiefenbereich hin, wodurch
das Bild vom Abbau der Küste teilweise revidiert
werden muss.
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