125
Querschnittsaufgaben
Sekretariat des Bund/Länder-Messprogramms
für die Meeresumwelt von Nord- und Ostsee
(BLMP)
Unter Mitwirkung des BSH als Sekretariat
des BLMP haben die Facharbeitsgruppen für die
Nordsee und die Ostsee 1999 die inhaltliche Ge
staltung des gemeinsamen Überwachungspro
gramms weitergeführt sowie den Entwurf für die
chemischen und biologischen Untersuchungen
im Jahre 2000 erarbeitet. Das Untersuchungspro
gramm konzentriert sich auf die Überwachung
von Schadstoffen und deren Auswirkungen auf
die Meeresumwelt sowie die Überwachung von
Nährstoffen und Eutrophierungserscheinungen.
Das BLMP erhielt in diesem Jahr den Auf
trag, die Umsetzung der kommenden, im Jahre
2000 vom Europaparlament zu beschließenden,
Wasserrahmenrichtlinie der EU im Bereich der
Ästuare und Küstengewässer vorzubereiten. Das
BSH als BLMP-Sekretariat hat dabei laut Be
schluss der ARGE BLMP die Koordination durch
zuführen. Bis das neue Überwachungskonzept
erstellt ist, wird das Messprogramm nur mit ge
ringfügigen Änderungen weitergeführt; insofern
weicht das BLMP 2000 nicht wesentlich von dem
für 1999 ab.
Einen Schwerpunkt der Tätigkeiten bildeten
Arbeiten zur BLMP-Berichterstattung. Neben der
Ausarbeitung von Leitfäden zur Erstellung der
Einzelbeiträge für die Zustandsberichte wurden
zu ausgewählten Stoffgruppen Unterarbeitsgrup
pen eingerichtet. Das Sekretariat hat auch über
nommen, die offenen Lücken in den Jahresbe
richten des alten BLMPs mit zusammenfassen
den Berichten zu schließen. Die Sammlung von
Untersuchungsergebnissen und die Aufarbeitung
der entsprechenden Daten und Texte erwiesen
sich als aufwendig. Um das zu beschleunigen,
wird an den Berichten zu den Jahren 1994-96
und 1997-98 gleichzeitig gearbeitet.
Das Sekretariat hat den Bericht mit der Be
schreibung des BLMP-“Messprogramm ab 1999“
fertig gestellt. Es werden Zweck und Ziel des
BLMP, seine Organisationsstruktur und das kon
krete Messprogramm mit Karten, Tabellen und
Stationslisten dargestellt.
Symposium „Aktuelle Probleme
der Meeresumwelt“
Mehr als 200 Teilnehmer aus Wissenschaft,
Verwaltung und Politik aus dem In- und Ausland
nahmen am 9. Symposium „Aktuelle Probleme
der Meeresumwelt“ teil, das vom BSH gemein
sam mit dem Umweltbundesamt im Aufträge des
Bundesumweltministeriums veranstaltet wurde.
In der Veranstaltung stellte Bundesumwelt
minister Jürgen Trittin u. a. die Prinzipien und An
sätze der deutschen Meeresumweltpolitik, das
Vorsorge- und Verursacherprinzip, den Okosystem-
ansatz und das Kooperationsprinzip dar (Abb. 31).
In den Fachreferaten der in- und auslän
dischen Experten wurden verschiedenste Pro
blembereiche der Meeresumwelt dargestellt und
diskutiert. Erörtert wurden u.a. mögliche Auswir
kungen durch den Bau von Windenergieparks im
Küsten- und Meeresbereich, niederländische