Untersuchungen
letzten 3-4 Jahrzehnten als Ergebnis regionaler
Untersuchungen (z. B. küstennaher Auftrieb vor
NW-Afrlka, äquatorialer Unterstrom, NOAMP,
WOCE) vor. Aus dem Pazifik sind Daten einer
einzigen Untersuchung im Rahmen des Tief
seeumweltschutzes (BMBF) „DISCOL“ im Süd
pazifik vorhanden. Die Messreihen der bodenna
hen Tiefenströmungen im Gebiet 90 °W und 7 °S
liefen dort über 2 Jahre.
Im Jahre 1999 sind folgende Maßnahmen in
Angriff genommen und abgeschlossen worden:
1. Entwicklung und Einführung eines neuen Ar
chivierungssystems für Zeitreihen,
2. Umwandlung des Datenformats,
3. Sicherung der Daten auf CD.
Außerdem ist ein neues Anwenderprogramm
paket für Zeitreihendarstellung und Geräteverwal
tung fertig gestellt worden.
Modellvalidierung
Im Rahmen von ein- bis zweimonatigen
Strömungsmessungen beim UFS DEUTSCHE
BUCHT und in der Umgebung von Helgoland sind
Zeltreihen mit Hilfe von ADCP-Messungen ge
wonnen und mit Zeitreihen des operationeilen
Modells verglichen worden. Die Strömungsmes
sungen im Nahfeld von Helgoland wurden durch
geführt, um auch auf der lokal hochveränderli
chen Bathymetrie Details der Gezeitenstrom
verhältnisse zu untersuchen. Beim Vergleich der
Messdaten mit den entsprechenden Modelldaten
wurden die Modelldaten auf den jeweiligen
ADCP-Messort interpoliert.
Der Vergleich „Modell gegenüber Messun
gen“ beim UFS DEUTSCHE BUCHT, mit weitge
hend einheitlichen Wassertiefen von etwa 35 m
in der Umgebung, fiel positiv aus: Modell- und
Messergebnisse stimmten im Mittel über die
gesamte Wassersäule gut überein.
Nahe Helgoland, wo die Topographie stark
variiert, treten deutliche Abweichungen zwischen
Mess- und Modellergebnissen auf. Ursache ist
die Modellauflösung von 1 sm, die im Nahfeld
Helgolands nicht ausreicht, um die lokalen, von
der Bathymetrie gesteuerten Strömungen, korrekt
aufzulösen.
Der neue Schleppfisch DELPHIN
mit Sauerstoffsensor
Das im BSH entwickelte Schleppsystem
DELPHIN besteht ursprünglich aus einem
Schwimmkörper (etwa von der Form eines Surf
brettes) und einem Elektronikteil mit Sensoren zur
Messung von Leitfähigkeit (C), Temperatur (T)
und Druck (D). Später wurde zusätzlich eine
Fluorometer-Sonde zur Messung von Trübung
und Fluoreszenz angebracht. Als Schleppdraht
dient ein Einleiterkabel, das den Transfer von
Steuerbefehlen zum DELPHIN und Messdaten
zum Schiff ermöglicht. Bei einer Schiffsgeschwin
digkeit von 10 kn und einer sinusförmigen Auf-
und-ab-Fahrkurve des DELPHINS ergibt sich eine
Horizontal-Geschwindigkeit von 5 m/s und eine
erzwungene Vertikalgeschwindigkeit von bis zu
1 m/s. Bisher war es nur möglich, einige physika
lische Parameter bei solchen Geschwindigkeiten
14