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Full text: Jahresbericht 1999

Meeresüberwachung 
ethen) und p,p'-DDD (Dichlordiphenyldichlore- 
than) können in nahezu allen Proben in geringen 
Mengen (0,01 ng/g bis 0,45 ng/g) nachgewiesen 
werden. 
Die Polychlorierten Biphenyle (PCB) nehmen 
bei den CKW mengenmäßig eine dominierende 
Stellung in ihrer Summe ein. Von den 209 theore 
tisch möglichen Isomeren werden 10 Komponen 
ten von den Tri- bis zu den Heptachlorbiphenylen 
(PCB 28, 31, 52, 101, 105, 118, 138, 153, 156, 
180) quantitativ ausgewertet. Die Gehalte aller 
untersuchten Komponenten liegen in der Regel 
überder Nachweisgrenze, wobei die PCB-Isomere 
153 und 138 jeweils den größten Anteil ausma 
chen. Hier werden bei den schlickigen Stationen 
(KS 11) mit hohem TOC-Gehalt bis zu 1,5 ng/g 
im Sediment (auf das Trockengewicht bezogen) 
gefunden. Normiert man diese Gehalte auf das 
TOC in den Sedimenten, so werden bei den 
fünf Seereisen bei der jeweilig selben Station 
annähernd gleichbleibende Konzentrationen er 
mittelt. Die Variabilität ist wesentlich geringer als 
bei den PAK. Die Station KS11 weist, wie durch 
den direkten Elbe-Einfluss auch zu erwarten ist, 
die höchsten PCB-Konzentrationen auf. Beispiel 
haft sei dieses für PCB-153 dargestellt: 
Stations-Nr. 
Feb.96 
Aug.97 
Dez. 97 
Feb.98 
Nov.98 
Mittelwert 
KS11 
76,0 
87,2 
81,9 
127,6 
52,0 
84,9 
UE 20 
25,7 
11,9 
19,0 
21,2 
22,2 
20,0 
WB 1 
20,0 
n.a. 
17,0 
10,2 
21,7 
17,2 
WB 5 
21,4 
13,1 
17,1 
36,7 
n.a. 
22,1 
L1 
n.a. 
n.a. 
10,5 
14,0 
19,0 
14,5 
Gehalte des PCB 153 in Sedimenten der Deut 
schen Bucht in ng/g Sediment, bezogen auf den 
TOC-Gehalt. (n. a. = nicht auswertbar) 
■ Untersuchung akuter Ölverschmutzungen 
Im Rahmen von Strafverfahren wurden 1999 
in 30 Fällen Ölproben verglichen und dabei 
120 Proben untersucht (1998: 40 Fälle mit 164 
Proben). 
Im vom UBA geförderten Projekt „Spülsaum 
kontrollen an der deutschen Nordseeküste - Be 
stimmung, Quantifizierung und Bewertung der 
Öleinträge in der Nordsee“ wurden seit Juli 1998 
insgesamt 290 Proben aus dem Gefieder von 
Seevögeln untersucht. 91 % dieser Proben ent 
hielten Rückstände aus dem „normalen“ Schiffs 
betrieb, vorwiegend Schwerölrückstände. 
Weiterhin wurden 50 Proben von Strandver 
schmutzungen untersucht. Dabei wurde erstmals 
ein besonderes Produkt gefunden, das mit großer 
Wahrscheinlichkeit aus Tankwaschungen von Tan 
kern stammt: Es handelte sich um einen reinen 
Destillationsrückstand eines Rohöls. Derartige 
Rückstände werden zur Weiterverarbeitung in 
Raffinerien oder als Brennstoff für Kraftwerke 
transportiert. Einige der Gefiederproben enthielten 
ebenfalls dieses Produkt, so dass diesen Proben 
eine besondere Bedeutung im Rahmen der Ver 
ursacherermittlung zukommt. 
Überwachung des meeresphysikalischen 
Zustandes der Deutschen Bucht 
Die Überwachung des meeresphysikalischen 
Zustandes der Deutschen Bucht wird einerseits 
durch die Beteiligung an den im Überwachungs 
programm BLMP festgelegten Reisen in die Deut 
sche Bucht und andererseits durch die Nutzung 
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