88
Kapitel 4: Niederfrequente Variabilität entlang W0CE/A2
-0.6
>
CO
0>
rc
s
{ß
Q>
-1-0 Ü_
-0.8
t- -0.9
Meridional
Overturning Rate [Sv]
Abbildung 4.13: Korrelation der meridionalen Overturningrate und des meridionalen Wärme- und
Süßwassertransports und die erklärte Varianz der zwei Korrelationen.
Der für die Realisierung des WOCE-Schnitts A2 im Juli 1993 von Ganachaud [1999] und der
für die im Oktober 1994 (mit einem regionalen inversen Modell) von Woelk [2000] extrahierte
Wert liegt jeweils nur 0.02 PW (<5%) bzw. 2 Sv (<10%) über dem hier berechneten (Abb.
4.12).
4.2.2 Räumliche Variabilität der Volumentransporte
Anhand des zonalen Verlaufs der Anomalien dynamischer Höhen, ebenso wie der Verteilung
des baroklinen Geschwindigkeitsfeldes lassen sich die hauptsächlichen Zirkulationsmuster zu
erkennen, die der WOCE-Schnitt A2 erfasst. Da der absolute Transport über einen hydrogra
phischen Schnitt der Summe der Transporte der einzelnen Ozeanbecken entspricht, wird dieser
in einzelnen Regionen unterteilt, um das zeitliche Signal der integralen Transport großen zu
lokalisieren (Abb. 4.14a). In Abhängigkeit von der Region zeigt sich folgende zeitliche Ände
rung der prozentualen Zusammensetzung des absoluten Transports einzelner Wassermassen
entlang A2:
0) In der Schicht oberhalb des Referenzniveaus - dem oberen Ast der MOC - liefert
das Stromband im westlichen Randstrombereich und das der küstenabgewandten Seite
seiner Rezirkulation den hauptsächlichen Beitrag zum nordwärtigen Netto-Transport
über den gesamten Schnitt in allen Jahren. In den 90er-Jahren liegt der Beitrag über
80% (Abb. 4.14b). Im WeB, wo alle Schnitte nahezu parallel verlaufen, weist 1982
mit 20% den größten Beitrag zum Gesamttransport auf. Generell liegt der Beitrag im
WeB zwischen 5-10% und ist nach Norden gerichtet. Nur in den Jahren 1993 und 1997
wechselt er das Vorzeichen und ist nach Süden gerichtet. Uber dem östlichen Abhang
des MAR trägt der Transport ebenfalls bis zu 10% zum Gesamttransport bei und ist
über den gesamten Zeitraum konstant nach Süden gerichtet (Abb. 4.14b).