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Full text: 55, 1936

Dr. Joachim Blüthgen: Die Eisverhältnisse des Bottnischen Meerbusens 
39 
c) Die Eiswahrscheinlichkeit der finnischen und schwedischen Stationen. 
(dargestellt an Hand der Winter 1922/23 aus den Tag]. Eisberichten). 
Die Ziffern bedeuten die Zahl der Jahre, in denen Eis in den betreffenden Monaten vorgekommen ist, so daß also 
10 bedeutet: Eis trat in diesem Monat in allen zehn Beobachtungsjahren auf. 
Station: 
Okt. 
Nov. 
Dez. 
Jan. 
Febr. 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
Utö 
— 
— 
1 
3 
7 
9 
7 
— 
— 
— 
Ledsund 
— 
— 
2 
6 
8 
10 
8 
— 
— 
— 
Mariehamn 
— 
— 
2 
5 
8 
9 
8 
— 
— 
— 
Raumo 
— 
2 
8 
9 
10 
10 
10 
7 
— 
— 
Mäntyluoto 
— 
3 
8 
9 
9 
10 
9 
5 
— 
— 
Jakobstad 
5 
9 
10 
10 
10 
10 
8 
1 
— 
Toppila 
2 
7 
10 
10 
10 
10 
10 
10 
3 
— 
Kemi (extrapol.) 
3 
8 
10 
10 
10 
10 
10 
10 
3 
— 
Karlsborg 
2 
8 
10 
10 
10 
10 
10 
10 
1 
— 
Rödkallen 
1 
7 
10 
10 
10 
10 
10 
10 
3 
— 
Luleä 
3 
8 
10 
10 
10 
10 
10 
10 
1 
— 
Gäsön 
— 
3 
9 
9 
10 
10 
10 
10 
2 
— 
Västra-Kvarken 
— 
1 
8 
8 
10 
10 
10 
9 
1 
_ 
Skag 
— 
1 
6 
7 
8 
9 
8 
6 
— 
— 
Hernö 
— 
— 
2 
4 
7 
8 
6 
3 
—— 
— 
Svanö, oberhalb 
1 
7 
9 
10 
10 
10 
10 
7 
— 
— 
Svanö, unterhalb 
1 
8 
9 
9 
10 
10 
4 
— 
— 
Alnösundet 
— 
3 
8 
10 
10 
10 
10 
5 
— 
— 
Bremö 
— 
— 
3 
6 
8 
8 
7 
3 
— 
— 
Lilljungfrun 
— 
— 
3 
6 
7 
9 
7 
2 
— 
— 
Eggegrund 
— 
— 
2 
6 
8 
10 
6 
2 
— 
— 
Gävle 
— 
— 
5 
8 
10 
10 
9 
2 
— 
— 
Öregrundsgrepen 
— 
— 
5 
9 
10 
10 
9 
4 
— 
— 
Grundkallen 
. 
— 
2 
4 
6 
7 
7 
4? 
— 
Söderam 
— 
— 
1 
2 
6 
8 
5 
— 
— 
— 
Sandhamn 
— 
— 
— 
1 
4 
6 
2 
— 
— 
Stockholm, nördl. 
— 
— 
6 
8 
10 
10 
8 
— 
— 
— 
Stockholm, südl. 
— 
— 
6 
8 
10 
10 
8 
— 
— 
— 
Die Eisgebiete des Bottnischen Meerbusens 
Ü b e rs i c h t . 
Die Eisverhältnisse des Bottnischen Meerbusens wurden bisher meist in Isokryonenkarten dargestellt. Mitt 
lerer Einsatz und mittlerer Schluß der Vereisung wurden dargestellt, desgleichen die mittlere Eisdauer in Tagen. 
Für eine Synthese der Eisverhältnisse reichen diese Ergebnisse jedoch nicht aus; denn in der Regel lassen solche 
Darstellungen ganz ein Eingehen auf die Art der Vereisung vermissen. Mit der bloßen Mittelbildung ist weder 
praktisch noch theoretisch eine erschöpfende Behandlung gegeben. Zudem verdienen manche der Isokryonen 
karten eine teilweise Berichtigung (vgl. Abb. 33 und 34). Die folgende Beschreibung der Eisverhältnisse der 
einzelnen Teile des Bottenbusens verfolgt demnach ein anderes Ziel: die Erfassung der Eisentwicklung nach 
Dauer und Beschaffenheit, dies ergibt von selbst die Ausscheidung von Gebieten, die darin vonein 
ander abweichen. 
Da für dieses Ziel, das nicht nur statistisch, sondern beschreibend und erklärend zugleich ist, Berichte über 
die Eisverhältnise der einzelnen Winter an einzelnen Stationen die notwendige Grundlage bilden mußten, schei 
den von vornherein einige Teile aus, über die wir nur ungenügende Kenntnis besitzen. Dies sind zunächst die 
küstenfernsten Teile der Mere und dann die schwedischen Küsten, über die ausführliche Berichte fehlen. Aus der 
Darstellung wird sich ergeben, daß wir über die Eisverhältnisse in den finnischen Gewässern weit besser Bescheid 
wissen als über die schwedischen. Die Abgrenzung einzelner Eisgebiete ist deswegen im schwedischen Teil des Ge 
bietes weit unsicherer, ebenso wie ihre Charakterisierung; es muß darum hier mehr wie anderswo auf die Be 
schreibung der einzelnen Häfen und Leuchtfeuer zurückgegriffen werden, wie sie sich aus den Tägl. Eisberichten 
der Deutschen Seewarte ergibt. 
Bei einer Einteilung des Meerbusens in Eisgebiete (vgl. Karte 35) muß zunächst eine Hauptscheidelinie 
gezogen werden, die alle Küstengebiete von dem freien Meer trennt, zu letzterem gehören auch die Meerengen 
des Nordkvark und des Südkvark — Älandsmeeres. 
Der verbleibende Teil umsäumt die Küsten, ihm gehören an: 1. der Schärenhof der Bottenwiek, 2. der nord 
finnische Schärenhof, 3. der Schärenhof von Mäntyluoto, 4. das Schärenmeer, a) das innere Schärenmeer, b) die 
Sunde Delet und Skiftet), c) das äußere Schärenmeer, 5. der mittel schwedische Schärenhof, 6. der südbottnische
	        
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