E. Knipping: Ein Führer durch die meteorologischen Schiffstagebücher der Seewarten etc. 15
93.
X. 17. -
XI. 6.
Callao — Iquique.
4120
93.
X. 25.
27 S.
89 W.
Süd-Grenze des SE-Passats.
4120*
93.
XI. 1.
28 S.
80 W.
Süd-Grenze des SE-Passats.
4120*
4120 hat im SE-Passat auf Backbord-Halsen erst 15° Breite geholt, dann ausserhalb des Passats mit
westlichen Winden 9° Länge, und konnte dann, wieder in den Passat eintretend, mit Steuerbord-Halsen
nach seinem Bestimmungsplatz aufliegen. 28° S war also vermuthlich Passatgrenze und nahezu die höchste
Breite. Man vergleiche 4114*, Pt. Elisabeth nach Mauritius u. a. Beispiele in der Karte.
14. Von im
Passat abgelaufenen Längen sind nur 2 Fälle da:
92. III. 15—31.
In 18 N. von 44 W. bis 81 W.
4111*
92. VI. 20-24.
In 14 N. von 50 W. bis 61 W., südlich von Sta. Lucia (n. La Guayra).
4109
III b. Mittelbare Verwendung.
Im vorigen Abschnitt ist nachgewiesen worden, dass der Inhalt des Auszuges unmittelbar für die
Beantwortung einer Reihe wichtiger nautisch-meteorologischer Fragen ausreicht. Alle in den Auszug auf
genommenen Thatsachen und Beobachtungen sind dabei, wenn auch nur andeutungsweise, verwerthet. Es
sind aber nur die Hauptfragen erledigt, denn bei der gedrängten Kürze ist es nicht möglich, auch auf
Einzelheiten einzugehen. Dieser Mangel ist deshalb nicht bedenklich, weil jeder auf die ihn besonders
interessirenden Nebenfragen, wenn er will, näher eingehen kann durch die mittelbare Verwendung des Aus
zuges. Da er jedem Schiff nach Ort und Zeit folgt, muss er auch umgekehrt für jeden Ort und jede Zeit
alle Schiffe liefern, die in der Liste sind. Zunächst mögen einige Beispiele zeigen, wie viel Nebenfragen
rechts und links auftauchen, die der Auszug nicht ohne weiteres beantworten kann.
In lila, 3. sind 2 Reisen von Lizard nach Rio d. J. mit einander verglichen. Wie kommt es, dass
4107 vom Kanal bis zum NE-Passat 3 Tage gegen 4100 verliert? War es die Gelegenheit, d. h. die Wetter
lage, oder der falsche Hals, oder die grössere Segelfähigkeit des anderen? Dass 4100 besser segelt als
4107, wissen wir schon aus der mit „Unterschiede“ bezeichneten Zeile auf Seite 7; ob dies an dem Verlust
der 3 Tage Schuld war, wissen wir nicht.
Zu lila, 6. Passat-Grenzen. Hier fragt man vielleicht, wie findet an den polaren Grenzen der Ueber-
gang statt soweit die Windrichtung betheiligt ist? Wie ist er in Nord- und Süd-Breite, in den verschiedenen
Meeren und Meerestheilen ?
Zu lila, 6. Passat-Grenzen. Wie verhält es sich mit den Niederschlägen innerhalb der Passate?
Zu lila, 7. Passat-Störungen. Es wurde ausgezogen (Anhang):
93.VIII. 4. 35 N. 19W. Barom.-Max., NE-Winde von 45 N, 11 W am VII. 31. 4093
Wie ist es zu erklären, dass ein Gradient für NE-Winde sich schon in 45 N bemerklieh macht, der
auch im Passat noch fortbestehen muss, und dass doch erst 10° südlicher, in 35° N-Br., das Barometer-
Maximum eintritt? Dies ist einer von den Fällen, wo man über die Passat-Grenze zweifelhaft sein kann
und sie lieber umschreibt.
Bei lila, 8. Untersuchung der Windverhältnisse im aequatorialen Stillengürtel könnte man den Wunsch
hegen, die tägliche Periode des Windes bei vielen Schiffen zu untersuchen, vielleicht zugleich damit auch
die des Barometers, oder die irgend eines anderen Elementes.
Bei lila, 10., den Orkanen, wünscht man zu wissen, welche Schiffe an den betreffenden Tagen Beob
achtungen für synoptische Karten liefern würden.
Die Beantwortung dieser und hundert anderer Fragen über Strömungen, Wetter und Winde, Tempe
ratur von Luft und Wasser, die jährliche und tägliche Periode der Elemente in bestimmten Gegenden, kann
man nur in’s Auge fassen, wenn man weiss, welche Tagebücher die gewünschten Beobachtungen enthalten,
wie Hel Beobachtungen der bestimmten Art sie enthalten, und wie viel das Ausziehen von so und so viel
Zeilen Beobachtungen kostet, wenn man sie nicht selber ausziehen kann. Vorausgesetzt wird dabei, dass
die Leiter der Seewarten ein solches Ausziehen, überhaupt ein Benutzen dieser Handschriften - Sammlung,
wie bisher, so in Zukunft unter gewissen Bedingungen gestatten und unterstützen, gerade so wie es in an
deren öffentlichen Bibliotheken üblich ist. Die lohnende Benutzung irgend einer reichen Bibliothek ist für