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Volltext : Niederfrequente Variabilität meridionaler Transporte in der Divergenzzone des nordatlantischen Subtropen- und Subpolarwirbels. Der WOCE - Schnitt A2 (BSH-Berichte, Nr. 22)

Großskalige  Zirkulation  als  Funktion  des  Antriebs

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Ostrand  und  der  Nordäquatorialstrom  den  Südrand  des  Subtropenwirbels.  Der  instationäre
Azorenstrom  stellt  als  direkte  Fortsetzung  der  Verzweigung  des  Golfstroms  bei  der  Neufundlandschwelle ­
  (ca.  40°N)  nach  Südosten  ein  Teil  des  nördlichen  Randes  des  Subtropenwirbels
dar.  Die  Fortsetzung  des  Golfstroms  nach  Nordosten  ist  der  Nordatlantische  Strom  (NAC).
Die  Region  zwischen  35°-50°N,  dem  Ubergangsbereich  zwischen  negativem  und  positivem
curl z f  -  die  Westwindzone  -  ist  hoch  variabel  hinsichtlich  der  Intensität  und  Position  der
Strömungen  als  lokale  Reaktion  auf  Fluktuationen  des  mittleren  Windfeldes.  Der  Azorenstrom ­
  bildet  sich  z.B.  nur  temporär  aus  [Rossby,  1996]  und  der  Golfstrom  zeigt  mit  einer
zeitlichen  Verzögerung  von  zwei  Jahren  eine  nordsüdwärts  gerichtete  Verlagerung  bedingt
durch  Variationen  des  NAO-Index  [Taylor  und  Stephens,  1998].  Analysen  der  westlichen  Intensivierungbasieren ­
  auf  der  Sverdrup-Balance  (siehe  Kapitel  1.1),  die  das  Zirkulationsmuster
des  zentralen  und  östlichen  Nordatlantiks  liefert.  Die  numerische  Integration  der  Sverdrup-Balance
  liefert  einen  Betrag  für  den  westlichen  Randstrom.  Ansätze  zur  analytischen  Herleitung ­
  eines  vollständigen  Musters  der  windgetriebenen  ozeanischen  Zirkulation  gehen  auf
die  Arbeiten  von  Stommel  [1948]  und  Munk  [1950]  zurück.  Unter  Berücksichtigung  der  inneren ­
  und  seitlichen  Reibung  leiten  sie  aus  der  Erhaltungsgleichung  der  absoluten  Vorticity
ein  Zirkulationsmuster  der  windgetriebenen  Zirkulation  eines  geschlossenen  Ozeans  ab.  Diese
lineare  Theorie  der  Intensivierung  der  westlichen  Randströme,  wie  auch  die  nicht-lineare,  die
die  Propagation  von  Rossby-Wellen  als  Erklärung  heranzieht,  werden  ausführlich  in  Dietrich
et  al.  [1975],  Pond  und  Pickard  [1983]  und  Pedlosky  [1987]  erläutert.

80  70  60  50  40  30  20  1  10
Longitude  [°W]

Abbildung  2.5:  Langjähriges  Mittel  der  z-Komponente  der  Rotation  des  Windschubs  curl.f  [IO -8  N
m -3 ]  (berechnet  mit  reanalysierten  Monatsmittelwerten  des  Windschubs  von  NCEP/NCAR  für  den
Zeitraum  von  1958  bis  1997)  und  Lage  des  WOCE-Schnittes  A2.

Als  westlicher  Randstrom  des  Subtropenwirbels  breitet  sich  der  NAC  entlang  der  östlichen
Seite  der  Neufundlandbänke  nach  Norden  aus.  Auf  seiner  konkaven  Seite  entwickeln  sich
stromabwärts  aufgrund  topographischer  Störungen  oft  starke  Mäander,  die  zum  Teil  quasipermanente ­
  Rezirkulationszellen  im  Nfb  bilden.  Der  Hauptast  des  NAC  passiert  das  östliche
            
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