accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Standard

Teil B - Technische Anleitung zur Untersuchung der Schutzgüter 
21 
Tabelle 1.5: Anlagenbezogene Untersuchung der Infauna durch Greiferbeprobung. 
Betriebsphase 
Ziele 
Ermittlung der anlagenrelevanten Auswirkungen der Bethebsphase auf die Lebensge 
meinschaften der Infauna. 
Umfang 
Einmal pro Jahr im Herbst. 
An 2 WEA ist in Abhängigkeit von den Sicherheitsbestimmungen der Windparks ein 
anlagenohentiertes Probennahmedesign durchzuführen (s. Untersuchungsdesign 
Abb. 2, S. 43). 
Zeitrahmen 
Im dritten und fünften Jahr der Bethebsphase. 
Methode 
Beprobungsstrategie: 
• Die Probenentnahmetermine sollen jährlich im gleichen engen Zeitfenster liegen. 
Die anlagenbezogenen Untersuchungen sind zusammen mit dem flächenhaften 
Untersuchungen der Infauna (s. Tab. 1.3) durchzuführen. 
• Für die Jahreszeiten gilt: Herbst: 15.08.-15.11. 
• Gerätestandard: Backengreifer (van Veen) modifiziert mit 0,1 m z Fläche, 60-80 kg, 
Siebdeckel und Rollenumlenkung. Die Probennahmetiefe der Greifer kann in Ab 
hängigkeit der Sedimentbedingungen variieren. Sollte in Anpassung an die Sedi 
mentbeschaffenheit das Gewicht des Greifers verändert werden (z. B. 25-40 kg bei 
schlammig/schlickigem Sand und 70-100 kg in gröberen Sedimenten, in Abhängig 
keit vom Ausgangsgewicht des Greifers), so muss dies so geschehen, dass die Ver 
gleichbarkeit der Probenstationen ähnlicher Sedimentbeschaffenheit erhalten 
bleibt. 
• Pro Station sind 3 Parallelproben zu entnehmen. 
• Gesiebt wird mit 1 000 pm Maschenweite. Bei hohem Anteil von Grob- und Mittel 
sanden bzw. Kies ist die Probe zunächst über das Sieb zu dekantieren, wobei mind. 
5-mal gespült werden muss. Anschließend erfolgt die Siebung portionsweise. Die 
Probe wird in 4 % gepuffertem Formalin fixiert. 
• Die Aufarbeitung der Proben muss dokumentiert und standardisiert sein 
(nach ISO/DIS 16665). Die Beschaffenheit des Fanggeräts ist zu dokumentieren. 
• Die Biomasse ist als Feuchtgewicht pro Art zu bestimmen (nach ISO/DIS 16665, 
Anhang C). 
Zu ermitteln bzw. festzuhalten sind außerdem folgende Informationen: 
• Hydrographische (T, Sal, 0 2 ) und meteorologische Daten. 
Darstellung 
der Ergeb 
nisse 
Dokumentation des Zustands und der Veränderung durch die Darstellung von: 
• Gesamtindividuenzahl pro Fläche/Individuenzahl pro Art und Fläche (Artentabelle). 
• Gesamtbiomasse pro Fläche/Biomasse pro Art und Fläche. 
• Dominanzverhältnisse (bezogen auf Individuenzahl und Biomasse). 
• Vorkommen und Verteilung von Rote Liste-Arten.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.