Meereskundliche Dienste
der See Mitte März maximal auf den Nordteil des
Bottnischen und den Ostteil des Finnischen Meer
busens. Im Rigaischen Meerbusen und weiter
südlich kam es nur zu einer Küstenvereisung.
Die Herausgabe gedruckter Eisberichte und
Eiskarten für den Ostseeraum begann am 28. No
vember 1997 und endete am 26. Mai 1998. Für
die deutschen Küstengewässer wurden wegen
des milden Winters nur für den Bereich von Meck
lenburg-Vorpommern spezielle Eisberichte her
ausgegeben.
Die Beratung des deutschen Forschungs
schiffs Polarstem, von flugzeuggestützten For
schungstätigkeiten sowie von Kreuzfahrtschiffen
und Yachten in polaren Gewässern (Barentssee
bis Labradorsee, Antarktis) bildete vornehmlich
im Sommerhalbjahr einen weiteren Operationellen
Arbeitsschwerpunkt. Überden Deutschen Wetter
dienst (DWD) in Hamburg wurden im Zeitraum
vom 17. Februar bis zum 31. Juli 47Eis(berg)-
karten vom Neufundlandbankgebiet ausgestrahlt.
An der von der EU geförderten Arctic Demonstra
tion and Exploratory Voyage (ARCDEV) des rus
sischen Eisbrechers Kapitän Dranitsyn mit dem
finnischen Tanker Uikku im April/Mai auf der
Route Murmansk - Sabetta (Obmündung), mit
der Seetransport und Eisnavigation für westliche
Schiffe in der russischen Arktis getestet wurden,
war das BSH personell beteiligt (Abb. 13). Die
Übertragung von eigenen, aus Satellitendaten ab
geleiteten Eiskarten und von überarbeiteten aus
ländischen Eiskarten erfolgte über INMARSAT.
Insgesamt sind vom Eisdienst 169 ge
druckte Eisberichte und Eiskarten ausgeliefert,
12 Berichte an Ostsee-Eisdienste bzw. Dienst
stellen In Mecklenburg-Vorpommern zusammen
gestellt, 47 Bildfunksendungen von Eiskarten an
Schiffe in polaren Gewässern übermittelt und
über 200 spezielle Eisauskünfte und Routenbera
tungen erstellt worden.
Die deutschen Eisbeobachtungen des ver
gangenen Winters 1997/98 wurden in die Eisda
tenbank übernommen. Der DWD erhielt für den
Betrieb des Seegangsvorhersagemodells wö
chentlich Gitterpunktwerte über die Eisverteilung
im Nordatlantik und in der Ostsee. Die Darstel
lung des Dienstes und seiner Produkte im Intra
net/Internet wurde vorbereitet, die Verbreitung
der gedruckten Berichte und Karten über E-Mail
technisch verbessert und intensiviert. Die Doku
mentation der Eisverhältnisse im Ostseeraum in
den Eiskarten wurden routinemäßig durch Auf
nahmen der NOAA-Wettersatelliten unterstützt.
Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit
mit Polen (deutsch-polnischer Grenzvertrag) im
Stettiner Haff und der Pommerschen Bucht wurde
der zweite Teil über die Eisverhältnisse in der
Klimaperiode 1961 bis 1990 fertiggestellt. Auf der
19. Ostsee-Eistagung, die Ende Mai im holländi
schen Lelystad stattfand, wurden unter deut
schem Vorsitz deutliche Fortschritte im Hinblick
auf eine Harmonisierung und zentrale Herstellung
von überregionalen Eisinformationsprodukten er
zielt.
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