Meereskundliche Dienste
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MEERESKUNDE
Die meereskundlichen Dienste sowie die
Aufgaben zum Schutz der Meeresumwelt stan
den im Mittelpunkt der Arbeiten in der Meeres
kunde.
Als neuer Service wurden für die Schiffahrt
auch 5-Tage-Vorhersagen für den Wasserstand
auf der Elbe erstellt, die den Reedern künftig eine
bessere Planung ermöglichen. Durch Weiterent
wicklung des operationeilen Modells wurden die
täglichen Vorhersagen darüber hinaus weiter ver
bessert.
Die Arbeiten zur weiteren Verbesserung und
Erweiterung der Überwachungsprogramme in
Nord- und Ostsee wurden im nationalen und
internationalen Rahmen fortgeführt.
So wurden die Parameter im Meßnetz des
BSH durch die kontinuierliche Messung von Nähr
stoffen erweitert. Damit entstehen Zeitreihen, die
durch die herkömmliche Überwachung von Schif
fen nicht erhalten werden.
Meereskundliche Dienste
Die meereskundlichen Dienste umfassen im
wesentlichen die Wasserstandsvorhersagen für
die deutschen Küsten von Nord- und Ostsee, die
vielfältigen Produkte des Eisdienstes, die Bereit
stellung erdmagnetischer Kennziffern und die
wöchentlichen Oberflächentemperaturkarten für
Nord- und Ostsee. Grundlagen für die meeres
kundlichen Dienste sind das Marine Umweltüber-
wachungs-Meßnetz in Nord- und Ostsee (MAR-
NET), Messungen von Satelliten, eigene Daten,
Fremddaten aus dem GTS (Global Telecommuni
cation System) und Modelldaten.
Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarn
dienst
Vorhersagen und Warnungen für die deut
sche Nordseeküste wurden weiterhin im 24-Std.-
Dienst von der Hamburger Dienststelle ausge
geben. Die Küsten Mecklenburg-Vorpommerns
und Schleswig-Holsteins wurden von der Dienst
stelle in Rostock aus versorgt.
Rundfunkanstalten im norddeutschen Raum
verbreiteten regelmäßig morgens und abends die
Vorhersagen für die Hochwasser an der deut
schen Nordseeküste und den angrenzenden Re
vieren. Wasserstandsvorhersagen für die Küste
Mecklenburg-Vorpommerns wurden vom Landes
sender RMV, für die Ostseeküste Schleswig-Hol
steins vom NDR-Regionalsender Kiel ausge
strahlt, wenn Abweichungen von mehr als 0,5 m
vom mittleren Wasserstand zu erwarten waren.
Die Revierzentralen der Wasser- und Schiff
fahrtsverwaltung, der Schiffsmeldedienst und Ha
fenämter im Nordseeküstenbereich erhielten täg
lich alle 6 Stunden (02, 08, 14, 20 Uhr) Vorher
sagen für die kommenden Hoch- und Niedrigwas
ser in ihren Aufsichtsbereichen. Im Ostseebereich
erfolgte die Information der Revierzentralen Stral
sund und Travemünde regelmäßig fernmündlich.