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Volltext : Jahresbericht 1998

Seevermessung

NAUTISCHE  HYDROGRAPHIE

Seevermessung  und  Geodäsie
Die  Seevermessung  und  die  Wracksuche
innerhalb  des  Küstenmeeres  und  der  Ausschließlichen ­
  Wirtschaftszone,  die  mit  knapp  60  000  km 2
etwa  einem  Sechstel  des  Territoriums  der  Bundesrepublik ­
  Deutschland  entsprechen,  liefern  die
topographischen  und  hydrographischen  Grunddaten ­
  für  die  Seekarten  und  die  anderen  nautischen ­
  Veröffentlichungen,  die  vom  BSH  für  diese
Seegebiete  zusammengestellt  und  herausgegeben ­
  werden.
Hier  sind  etwa  1700  Wracks  und  andere  Unterwasserhindernisse ­
  registriert,  die  in  Abhängigkeit ­
  von  ihrer  Gefährlichkeit  für  die  Seeschiffahrt
in  festgelegten  Zeitabständen  überprüft  werden
müssen.  Außerdem  wird  der  Meeresboden  in
nautisch  relevanten  Seegebieten  (Reeden,  Verkehrstrennungsgebiete, ­
  Schiffahrtswege  u.a.  m.)
besonders  sorgfältig  vermessen  und  nach  Unterwasserhindernissen ­
  abgesucht.
Bei  der  Erfüllung  dieser  Aufgaben  arbeitet
das  BSH  eng  mit  den  anderen  Behörden  der
Wasser-  und  Schiffahrtsverwaltung  (WSV)  des
Bundes  zusammen.

Seevermessung  und  Wracksuche
Das  VFS  Komet  mit  sechs,  die  VWFS  Atair,
Deneb  und  Wega  sowie  die  VE  Mercator/Besset

mit  je  zwei  Vermessungsbooten  führten  Seevermessungsarbeiten ­
  mit  rund  20  000  sm  (37  000  km)
Lotungsprofilen  in  der  Nordsee  und  in  der  Ostsee
durch  (Abb.  5  und  6).  Im  November  wurde  das
VFS  Komet  außer  Dienst  gestellt.  Der  Neubau  VS
Komet  wird  1999  die  Arbeiten  übernehmen.
Die  Ergebnisse  der  Seevermessungsarbeiten ­
  wurden  in  127  topographischen  Karten  des
Seegrundes  dargestellt  und  sind  die  Grundlage
für  die  fortlaufende  Aktualisierung  der  amtlichen
Seekarten  des  BSH.
Den  Anforderungen  entsprechend  werden
diese  Ergebnisse  auch  den  Wasser-  und  Schifffahrtsdirektionen ­
  Nord  und  Nordwest  mit  deren
nachgeordneten  Wasser-  und  Schiffahrtsämtern
sowie  mit  den  im  Küstenbereich  tätigen  Landes- ­
  und  Kommunalbehörden  der  Bundesländer
Niedersachsen,  Bremen,  Hamburg,  Schleswig-Holstein
  und  Mecklenburg-Vorpommern  zur  Verfügung ­
  gestellt.
Die  VWFS  Atair,  Deneb  und  Wega  sowie  die
VE  Mercator/Besset  fanden  38  neue  Wracks  und
Unterwasserhindernisse,  untersuchten  24  Positionen, ­
  auf  den  Unterwasserhindernisse  vermutet
wurden,  und  kontrollierten  bei  101  Wracks  und
Unterwasserhindernissen,  ob  sich  ihre  Lage  und
die  geringste  Wassertiefe  über  ihnen  verändert
haben.  In  19  Prozent  der  Fälle  ergaben  sich  Veränderungen ­
  der  geringsten  Wassertiefe  und  in
13  Prozent  der  Fälle  ergaben  sich  Veränderungen
der  Lage  der  Wracks  und  Unterwasserhindernisse ­
  gegenüber  den  vorherigen  Vermessungen
und  Untersuchungen.
Im  nautischen  Festpunktfeld  wurden  283
Festpunkte  kontrolliert;  31  Festpunkte  wurden

48
            
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