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Full text: Jahresbericht 1998

Schiffssicherheit 
Akt. Entwicklungen 
Neue Prüfvorschriften für Rettungsmittelleuchten 
und Suchscheinwerfer 
Das neugefaßte Kapitel III SOLAS (Rettungs 
mittel und -Vorrichtungen) trat am 1. Juli 1998 in 
Kraft. 
Gleichzeitig trat der Internationale Rettungs 
mittel (LSA)-Code in Kraft, der die technischen 
Anforderungen an Rettungsmittel weltweit fest 
schreibt. Bei der Entwicklung des LSA-Codes fan 
den die vom BSH vorgeschlagenen definierten 
Anforderungen an Leuchten für Überlebensfahr 
zeuge, Rettungsringe, Rettungswesten und Über 
lebensanzüge und für Suchscheinwerfer, wie 
z. B. die erforderlichen Mindestlichtstärken und 
deren räumliche Verteilungen, Eingang. 
Im März 1998 wurde auf der 41. Tagung des 
IMO-Unterausschusses „Ship Design and Equip 
ment” (DE) im Rahmen der Fortschreibung der 
Entschließung A.689(17) - Prüfung von Rettungs 
mitteln - die Durchführung der Prüfungen von 
Rettungsmitteln in London erörtert. Unter Mitar 
beit des BSH wurden erstmalig definierte Prüfver 
fahren für Leuchten an Rettungsmitteln und für 
Suchscheinwerfer festgelegt. Sie berücksichtigen 
die neuen Anforderungen des Internationalen 
Rettungsmittel (LSA)-Codes. Die vom BSH vor 
geschlagenen Prüfverfahren zur Messung der 
Lichtstärke und -färbe der Leuchten wurden weit 
gehend übernommen. Zusätzlich wurden nor 
mierte Umweltprüfungen nach IEC 945, wie z. B. 
die Schwingungsprüfung und die Regen- und 
Wasserdichtigkeitsprüfung, in die Entschließung 
aufgenommen. 
Sie wurde vom Schiffssicherheitsausschuß 
(MSC) der IMO mit geringfügigen Änderungen 
angenommen und tritt am 1. Juli 1999 in Kraft. 
Es ist beabsichtigt, international die gegen 
seitige Anerkennung von geprüften Rettungsmit 
teln einzuführen. Dieses erfordert neben den an 
genommenen technischen Anforderungen an 
Rettungsmittel und ihrer Prüfverfahren auch eine 
einheitliche Form erforderlicher Prüfprotokolle. 
Die Erarbeitung von Prüfprotokollen für Leuchten 
an Rettungsmitteln und Suchscheinwerfer hat 
Deutschland übernommen. Sie wurden vom BSH 
unter Berücksichtigung der Neufassung der Ent 
schließung A.689(17) erstellt und als deutsche 
Note dem IMO-Unterausschuß DE zugeleitet. 
Aktuelle Entwicklungen 
Nachführung von Nachtsichtanlagen mittels 
Radarinformationen - Ergebnisse eines 
Forschungs- und Entwicklungsprojektes 
Das Mitte 1997 vergebene Forschungs- und 
Entwicklungsprojekt zur Nachführung von Nacht 
sichtanlagen mittels Radarinformationen wurde 
abgeschlossen. 
Nach Abschluß der Entwicklung ist es nun 
mehr möglich, den Bildaufnahmesensor einer 
Nachtsichtanlage mittels übertragener Radarin 
formationen auf ein vom Radar erfaßtes Ziel 
auszurichten und nachzuführen. Dadurch können 
zusätzlich zu den Radarinformationen gezielt
	        
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