accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1998

Spurenstoffe 
hindeuten, daß die kleineren Ringsysteme 
schneller abgebaut werden oder besser biover 
fügbar sind. Sie werden schon in den Schweb 
stoffen minimiert und sind deshalb in den küsten 
ferneren Sedimenten nicht mehr in dem Maße 
vorhanden. 
■ Chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) 
Die Gehalte der CKW, die in den Sedimen 
ten der Deutschen Bucht ermittelt wurden, liegen 
um den Faktor 100 bis 1000 niedriger als die Kon 
zentrationen der PAK. Sie sind so niedrig, daß sie 
bei dem bisher eingesetzten Aufarbeitungs- und 
Analysenverfahren größtenteils in der Nähe der 
analytischen Nachweisgrenze oder darunter lie 
gen. Die Einzelkonzentrationen liegen dabei, je 
nach Substanz, bis maximal 1,6 ng/g Sediment 
bezogen auf das Trockengewicht. 
■ Hexachlorcyclohexane (HCH) 
Die beiden untersuchten HCH-Isomere a-HCH 
und y-HCH (Lindan) kommen in den Sedimenten 
praktisch nicht vor, da sie als relativ polare orga 
nische Verbindungen bevorzugt im Wasser gelöst 
vorliegen. Die höchsten Konzentrationen, die für 
das a-HCH ermittelt wurden, liegen bei 0,1 ng/g 
und bei -y-HCH bei 0,3 ng/g bei der Station KS11; 
größtenteils aber weit darunter, so daß die Nach 
weisgrenze von 0,01 ng/g oft unterschritten wird. 
■ Hexachlorbenzol (HCB), Octachlorstyrol (OCS), 
Dieldrin und Transnonachlor 
HCB ist auf allen untersuchten Stationen in 
den Sedimenten nachweisbar und kommt von 
den untersuchten CKW, neben einigen PCB- 
Komponenten, am meisten vor. Die höchsten 
Werte findet man bei den Stationen KS8 und 
KS11, wo bis zu 1,3 ng/g nachgewiesen werden 
konnten. In der Regel liegen aber die Werte um 
0,05 ng/g. 
OCS konnte nur an einigen küstennahen 
Stationen in Spuren nachgewiesen werden; 
Dieldrin und Transnonachlor gar nicht. 
■ Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) sowie 
dessen Abbauprodukte 
Das p,p'-DDT konnte aus technischen Grün 
den (Adsorptionserscheinungen) nicht quantitativ 
ausgewertet werden, wobei aber die Konzentra 
tionen nur sehr klein sein können, da der Stan 
dard trotz der besagten Probleme noch deutlich 
identifizierbar war. Das p,p'-DDE (Dichlordi- 
phenyldichlorethen), das durch die Abspaltung 
von einem HCl entsteht, konnte in nahezu allen 
Proben in geringen Mengen (0,01 ng/g bis 0,45 
ng/g) nachgewiesen werden. Nahezu vergleich 
bar verhält sich auch das p,p'-DDD (Dichlordi- 
phenyldichlorethan), der dritte Vertreter der DDT- 
Gruppe, der untersucht wurde. 
■ Polychlorierte Biphenyle (PCB) 
Obwohl die Herstellung und der Vertrieb der 
PCB in den westlichen Industrieländern seit ge 
raumer Zeit verboten ist, werden sie durch ihre 
Persistenz, durch diffuse Quellen, wie z. B. alte 
Transformatoren, aber auch durch die noch an 
haltende Produktion in Ländern wie der ehern. 
Sowjetunion noch lange die Umwelt ubiquitär 
belasten. Auch in den Sedimenten der Deutschen 
Bucht sind sie noch deutlich nachweisbar und 
149
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.