Spurenstoffe
hindeuten, daß die kleineren Ringsysteme
schneller abgebaut werden oder besser biover
fügbar sind. Sie werden schon in den Schweb
stoffen minimiert und sind deshalb in den küsten
ferneren Sedimenten nicht mehr in dem Maße
vorhanden.
■ Chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW)
Die Gehalte der CKW, die in den Sedimen
ten der Deutschen Bucht ermittelt wurden, liegen
um den Faktor 100 bis 1000 niedriger als die Kon
zentrationen der PAK. Sie sind so niedrig, daß sie
bei dem bisher eingesetzten Aufarbeitungs- und
Analysenverfahren größtenteils in der Nähe der
analytischen Nachweisgrenze oder darunter lie
gen. Die Einzelkonzentrationen liegen dabei, je
nach Substanz, bis maximal 1,6 ng/g Sediment
bezogen auf das Trockengewicht.
■ Hexachlorcyclohexane (HCH)
Die beiden untersuchten HCH-Isomere a-HCH
und y-HCH (Lindan) kommen in den Sedimenten
praktisch nicht vor, da sie als relativ polare orga
nische Verbindungen bevorzugt im Wasser gelöst
vorliegen. Die höchsten Konzentrationen, die für
das a-HCH ermittelt wurden, liegen bei 0,1 ng/g
und bei -y-HCH bei 0,3 ng/g bei der Station KS11;
größtenteils aber weit darunter, so daß die Nach
weisgrenze von 0,01 ng/g oft unterschritten wird.
■ Hexachlorbenzol (HCB), Octachlorstyrol (OCS),
Dieldrin und Transnonachlor
HCB ist auf allen untersuchten Stationen in
den Sedimenten nachweisbar und kommt von
den untersuchten CKW, neben einigen PCB-
Komponenten, am meisten vor. Die höchsten
Werte findet man bei den Stationen KS8 und
KS11, wo bis zu 1,3 ng/g nachgewiesen werden
konnten. In der Regel liegen aber die Werte um
0,05 ng/g.
OCS konnte nur an einigen küstennahen
Stationen in Spuren nachgewiesen werden;
Dieldrin und Transnonachlor gar nicht.
■ Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) sowie
dessen Abbauprodukte
Das p,p'-DDT konnte aus technischen Grün
den (Adsorptionserscheinungen) nicht quantitativ
ausgewertet werden, wobei aber die Konzentra
tionen nur sehr klein sein können, da der Stan
dard trotz der besagten Probleme noch deutlich
identifizierbar war. Das p,p'-DDE (Dichlordi-
phenyldichlorethen), das durch die Abspaltung
von einem HCl entsteht, konnte in nahezu allen
Proben in geringen Mengen (0,01 ng/g bis 0,45
ng/g) nachgewiesen werden. Nahezu vergleich
bar verhält sich auch das p,p'-DDD (Dichlordi-
phenyldichlorethan), der dritte Vertreter der DDT-
Gruppe, der untersucht wurde.
■ Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Obwohl die Herstellung und der Vertrieb der
PCB in den westlichen Industrieländern seit ge
raumer Zeit verboten ist, werden sie durch ihre
Persistenz, durch diffuse Quellen, wie z. B. alte
Transformatoren, aber auch durch die noch an
haltende Produktion in Ländern wie der ehern.
Sowjetunion noch lange die Umwelt ubiquitär
belasten. Auch in den Sedimenten der Deutschen
Bucht sind sie noch deutlich nachweisbar und
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