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Full text: Jahresbericht 1998

Schwermetalle 
Werte liegen nur noch wenig über den Hinter 
grundwerten. Auch in den Sedimenten des ehe 
maligen Einbringungsgebiets für Dünnsäure ist 
eine Abnahme des Kupfers zu verzeichnen. 
- Blei: Für Blei fallen insbesondere die ho 
hen Werte auf der Großen Fischerbank, auf der 
Doggerbank und vor der Küste Nordenglands auf. 
Grund ist, daß es sich auf der Fischerbank und 
auf der Doggerbank um sandige Sedimente mit 
geringem Feinkornanteil handelt. Generell finden 
wir in der Feinkornfraktion von Sedimenten aus 
der Nordsee immer dann hohe Bleigehalte, wenn 
der Feinkornanteil klein ist. Dies wird durch den 
Umstand, daß das Blei zum beträchtlichen Teil 
über die Atmosphäre in das Meer gelangt, quali 
tativ verständlich, entzieht sich aber noch der 
quantitativen Beschreibung. Neben dem Blei fin 
den wir auf der Großen Fischerbank und der 
Doggerbank in der Feinkornfraktion auch beson 
ders hohe Gehalte von organischem Kohlenstoff. 
Die sich hier andeutenden Zusammenhänge sind 
eher in den Mechanismen der Einträge als in di 
rekter chemischer Assoziation zu suchen. 
Der beschriebene Umstand wirkt sich er 
schwerend für ein Trend-Monitoring von Blei aus. 
Für die Abb. 29 wurden deshalb nur Sedimente 
mit einem Feinkornanteil von mindestens 8 % her 
angezogen. Hier deutet sich ein Rückgang für 
die neunziger Jahre an. Dieser Rückgang ist sta 
tistisch noch nicht sicher. Die Bleigehalte liegen 
immer noch deutlich über den für dieses Gebiet 
geschätzten Hintergrundwerten von 20 bis 30 
mg/kg. 
- Zink: Für Zink fallen besonders hohe 
Werte in der Deutschen Bucht auf. Dies weist auf 
die Bedeutung des Eintrags über die kontinenta 
len Flüsse hin. Einzelne höhere Werte in anderen 
Gebieten können mit diagenetischen Eisen-Anrei 
cherungen in Verbindung gebracht werden. Eine 
Abnahme der Zinkgehalte konnte bisher nur in 
dem Schlickgebiet der inneren Deutschen Bucht 
beobachtet werden (Abb. 30). Auch die Zinkge 
halte liegen hier immer noch deutlich über den für 
dieses Gebiet geschätzten Hintergrundwerten 
von 80 bis 100 mg/kg. 
- Cadmium: Für Cadmium fallen beson 
ders hohe Werte in der Deutschen Bucht auf. 
Auch dies ist ein Hinweis auf die Bedeutung des 
Eintrags durch die kontinentalen Flüsse. Cad 
mium ist ein sehr mobiles Element. Seine Gehalte 
In der Feinkornfraktion fluktuieren stark. In den 
Sandgebieten konnte bisher noch kein Trend 
nachgewiesen werden. In dem Schlickgebiet der 
inneren Deutschen Bucht scheint das Cadmium 
seit etwa 1982 zurückgegangen zu sein (Abb. 30). 
Trotz der Größe des anscheinend vorliegen 
den Rückgangs, von 1,7 auf 0,7 mg/kg, müssen 
Trendaussagen hier noch mit Vorsicht behandelt 
werden. Die Cadmiumgehalte liegen immer noch 
deutlich über den für dieses Gebiet geschätzten 
Hintergrundwerten von 0,1 mg/kg. 
Die hier nicht vorgestellten Verteilungen von 
Arsen, Vanadium, Chrom, Nickel und Cobalt kön 
nen nicht mit anthropogenen Einträgen in Zusam 
menhang gebracht werden. 
Zusammenfassung: Regionale Unterschiede 
der Kontamination von Sedimenten der Nordsee 
mit Quecksilber, Cadmium, Blei und Zink wurden 
frühzeitig nachgewiesen. Eindeutiger Schwer 
punkt der Kontamination mit Quecksilber, Cad 
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