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Volltext: Jahresbericht 1998

Schwermetalle 
die Entsorgung von Offshore-Anlagen und inter 
nationale Vereinbarungen zum Schutz der Ant 
arktis. 
24 Jahre Schwermetalluntersu 
chung in Sedimenten: Räumliche 
Verteilung in der Nordsee und 
zeitliche Trends in der Deutschen 
Bucht 
Die erste systematische Untersuchung über 
die Verteilung von Schwermetallen in Sedimenten 
der Deutschen Bucht erfolgte im April 1975. Da 
mals wurde ein Netz von 20 Stationen über die 
Deutsche Bucht gelegt. Die hier genommenen 
Sedimente wurden ohne vorherige Zerlegung in 
Korngrößenfraktionen auf die Elemente Quecksil 
ber, Cadmium, Blei, Zink, Kupfer, Chrom, Eisen 
und Mangan analysiert. Der Sedimentverteilung 
in der Deutschen Bucht entsprechend, bestand 
die Mehrzahl der untersuchten Proben aus San 
dern Diese bestehen vorwiegend aus Quarz und 
weisen nur geringe Schwermetallgehalte auf. Es 
war deshalb schwierig, die Elementgehalte einzu 
ordnen und zu bewerten. Dennoch wurden be 
reits Hinweise auf Anreicherungen von Cadmium, 
Quecksilber, Blei und Zink in den Sedimenten der 
inneren Deutschen Bucht erhalten. 
An dieser Einschätzung änderte sich nicht 
viel, bis erstmals im Jahr 1981 die Feinkornfrak 
tion (Teilchengröße < 20 pm) aus den Sedimen 
ten abgetrennt und analysiert wurde. Die Fein 
kornfraktion enthält relativ wenig verdünnenden 
Quarz, so daß anthropogene Signale an dieser 
Fraktion leichter zu erkennen sind. Tatsächlich 
wurden nun, obwohl 1981 nur wenige Proben ge 
nommen und analysiert wurden, klare regionale 
Unterschiede erkennbar. Die bereits in vorange 
gangenen Jahren erzielten Hinweise auf Anrei 
cherungen von Schwermetallen in der inneren 
Deutschen Bucht wurden bestätigt. 
Im Jahre 1983 wurde das Stationsnetz von 
1975 verdichtet und erneut beprobt. Die hier an 
der Feinkornfraktion ermittelte Verteilung des 
Quecksilbers spiegelte deutlich den Einfluß der 
Elbe als Hauptquelle dieses Elementes für die 
Deutsche Bucht wider. 
In den folgenden Jahren wurden die Unter 
suchungen auf weite Bereiche der Nordsee aus 
gedehnt, so daß 1987 erstmals Verteilungen für 
die oben genannten Elemente und zusätzlich für 
Aluminium, Vanadium, Arsen, Phosphor, organi 
schen Kohlenstoff (TOC) und Karbonat-Kohlen 
stoff vorgelegt werden konnten. 
Das BSH beteiligte sich an der „1990/1991 
Baseline Study of Contaminants in North Sea Se 
diments“. Diese Studie sollte auf der Untersu 
chung von nicht fraktionierten Sedimenten, dem 
„Gesamtsediment“ beruhen. Die Auswertung der 
am Gesamtsediment gewonnenen Daten gestal 
tete sich schwierig. Obwohl Hinweise auf Konta 
mination in einigen Ästuarien erhalten wurden, 
gelang es nicht, ein konsistentes Bild für die Nord 
see zu erzeugen. Es wurden deshalb auch die 
vom BSH an der Feinkornfraktion gewonnenen 
Ergebnisse hinzugezogen. Hierdurch gelang es, 
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