Querschnittsaufgaben
kundliche Aufgaben in der Ostsee durch. Die Auf
tragsarbeiten umfassen folgende Bereiche:
• meereschemische, -physikalische und -biolo
gische Untersuchungen
• Aufbau und Betrieb des marinen Umweltüber-
wachungs-Meßnetzes in der Ostsee (MAR-
NET)
• Datenaufbereitung und -abgabe
Grundlage hierfür ist eine Verwaltungsver
einbarung zwischen dem BSH und dem IOW.
Detaillierte Arbeiten wurden erneut in einem Jah
resarbeitsplan vereinbart.
Die Ergebnisse der meereskundlichen Un
tersuchungen wurden vom IOW in einem Tages
seminar im BSH in Hamburg vorgestellt.
Wissenschaftliche Planung
Zusätzlich zu fachlichen Einzelaufgaben ver
stärkt das BSH die übergreifende Planung seiner
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Die For-
schungs- und Entwicklungsaktivitäten des BSH
für das Jahr 1999 wurden in einem Programm
budget zusammengestellt. Sie konzentrieren sich
im meereskundlichen Bereich auf die Weiterent
wicklung von Techniken und Methoden für die
dem BSH obliegenden Aufgaben oder die Ver
besserung der Kenntnisse über die Meere. Das
Programmbudget dient dem Nachweis der ent
sprechenden Tätigkeiten und ihres jeweiligen
Status sowie besonders der Planung der hierfür
notwendigen Ressourcen.
Mitarbeit in internationalen Gremien
zum Schutz der Meere
■ Oslo/Paris-Übereinkommen (OSPAR)
Auf der Kommissionssitzung 1998 auf Mini
sterebene wurden Beschlüsse zur Entsorgung
ausgedienter Ölplattformen, zur endgültigen Ein
stellung der Einbringung von radioaktiven Sub
stanzen und zur Ergänzung des Übereinkom
mens um eine Naturschutzanlage gefaßt.
Im ASMO-Komitee (Assessment and Moni
toring Committee) wurden schwerpunktmäßig die
Arbeiten am QSR 2000, dem ersten konventions
weiten Bericht über den Umweltzustand des
Nordostatlantiks und der Nordsee, weitergeführt.
Deutschland ist an den Berichten zu den Regio
nen Atlantik, Nordsee und Europäisches Nord
meer beteiligt. Im Februar fand dazu eine Tagung
zur Bewertung von Schadstoffkonzentrationen in
Organismen statt.
Das BSH war weiter stark eingebunden in
die internationalen Verhandlungen über verbind
liche Regelungen zur Entsorgung von Offshore-
Anlagen. In der diesjährigen OSPAR-Kommis-
sionssitzung auf Ministerebene wurden diese
Regelungen nach mehrjährigen kontroversen
Verhandlungen verabschiedet. Der OSPAR-Be-
schluß bewirkt eine weitgehende Entsorgung der
Offshore-Anlagen an Land.
In der Arbeitsgruppe SEBA (Working Group
on Sea-Based Activities) wurde u.a. mit der
Überarbeitung einer Empfehlung über der Be
handlung von Produktionsabwasser auf Öl/Gas-
Offshore-Anlagen (PARCOM-Empfehlung 92/6)
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