Meridionaltransport von Wärme, Salz und Süß
wasser im Atlantischen Ozean und seine
Schwankungen auf klimarelevanten Skalen
Der meridionale Transport von Wärme, Salz
und Süßwasser im Atlantischen Ozean und seine
Schwankungen haben direkte Auswirkungen auf
das Klimageschehen Nordeuropas. Während das
Maximum des Wärmetransports im Atlantik bei
24° N liegt, findet sich das Maximum des globalen
Süßwassertransports bei etwa 50° N. Da der
Nordatlantik das entscheidende Ozeangebiet für
die thermohaline Zirkulation des Weltozeans Ist,
kommt den Schwankungen dieser Kenngrößen
eine besondere Bedeutung zu. In der Vorberei
tung eines deutschen Beitrags zum Klimamodul
des Global Ocean Observlng System (GOOS)
Numerische Modelle
Verbesserung des operationeilen Modells der
Nord- und Ostsee
Im September ist ein prognostisches Verfah
ren zur Berechnung der Advektion von Salzgehalt
und Temperatur In das operationelle Modell Im
plementiert worden. Damit wird jetzt auch die ba-
rokline Komponente, die In der Ostsee eine her
ausragende Rolle spielt, angemessen berück
sichtigt.
Das operationeile Modell erhält als Ein
gangsdaten u. a. Wind- und Luftdruckprognosen
des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Seit Mai
Untersuchungen
wurden daher die historischen Daten für dieses
Gebiet zusammengestellt. Sie werden zur Zeit
für die Planung und für erste Abschätzungen ver
wendet.
Für den Schnitt auf 48° N lassen sich seit
1957 entsprechende Abschätzungen machen.
Jedoch gibt es weder Kenntnisse über den Jah
resgang dieser Größen, noch sind die zwischen
jährlichen Schwankungen hinreichend bekannt.
Im Sommer 1993 soll dieser Schnitt mit dem FS
GAUSS wiederum bearbeitet werden. Aus der
Zusammenarbeit mit nordamerikanischen und
europäischen Gruppen werden gleichzeitig die
notwendigen Strommessungen für die Validie
rung der Transportabschätzungen zur Verfügung
stehen. Er soll dann Im November 1994 mit FS
METEOR wiederholt werden.
werden an das BSH die Prognosedaten des Euro
pa-Modells übermittelt, die sich durch höhere
zeitliche und räumliche Auflösung vom Vorgän
germodell unterscheiden. Die räumliche und zeit
liche Auflösung des meteorologischen Feldes be
trägt nun 50 km gegenüber 250 km und 2 Stunden
gegenüber 6 Stunden. Diese Daten werden so
wohl räumlich als auch zeitlich auf die feinere
Diskretisierung des operationelien Modells Inter
poliert. Tatsächlich zeigen sich nun auch mehr
Details In den Ergebnissen, was z. B. ein Ver
gleich der gemessenen mit den berechneten
Wasserständen ergibt.