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Full text: Jahresbericht 1992

Meridionaltransport von Wärme, Salz und Süß 
wasser im Atlantischen Ozean und seine 
Schwankungen auf klimarelevanten Skalen 
Der meridionale Transport von Wärme, Salz 
und Süßwasser im Atlantischen Ozean und seine 
Schwankungen haben direkte Auswirkungen auf 
das Klimageschehen Nordeuropas. Während das 
Maximum des Wärmetransports im Atlantik bei 
24° N liegt, findet sich das Maximum des globalen 
Süßwassertransports bei etwa 50° N. Da der 
Nordatlantik das entscheidende Ozeangebiet für 
die thermohaline Zirkulation des Weltozeans Ist, 
kommt den Schwankungen dieser Kenngrößen 
eine besondere Bedeutung zu. In der Vorberei 
tung eines deutschen Beitrags zum Klimamodul 
des Global Ocean Observlng System (GOOS) 
Numerische Modelle 
Verbesserung des operationeilen Modells der 
Nord- und Ostsee 
Im September ist ein prognostisches Verfah 
ren zur Berechnung der Advektion von Salzgehalt 
und Temperatur In das operationelle Modell Im 
plementiert worden. Damit wird jetzt auch die ba- 
rokline Komponente, die In der Ostsee eine her 
ausragende Rolle spielt, angemessen berück 
sichtigt. 
Das operationeile Modell erhält als Ein 
gangsdaten u. a. Wind- und Luftdruckprognosen 
des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Seit Mai 
Untersuchungen 
wurden daher die historischen Daten für dieses 
Gebiet zusammengestellt. Sie werden zur Zeit 
für die Planung und für erste Abschätzungen ver 
wendet. 
Für den Schnitt auf 48° N lassen sich seit 
1957 entsprechende Abschätzungen machen. 
Jedoch gibt es weder Kenntnisse über den Jah 
resgang dieser Größen, noch sind die zwischen 
jährlichen Schwankungen hinreichend bekannt. 
Im Sommer 1993 soll dieser Schnitt mit dem FS 
GAUSS wiederum bearbeitet werden. Aus der 
Zusammenarbeit mit nordamerikanischen und 
europäischen Gruppen werden gleichzeitig die 
notwendigen Strommessungen für die Validie 
rung der Transportabschätzungen zur Verfügung 
stehen. Er soll dann Im November 1994 mit FS 
METEOR wiederholt werden. 
werden an das BSH die Prognosedaten des Euro 
pa-Modells übermittelt, die sich durch höhere 
zeitliche und räumliche Auflösung vom Vorgän 
germodell unterscheiden. Die räumliche und zeit 
liche Auflösung des meteorologischen Feldes be 
trägt nun 50 km gegenüber 250 km und 2 Stunden 
gegenüber 6 Stunden. Diese Daten werden so 
wohl räumlich als auch zeitlich auf die feinere 
Diskretisierung des operationelien Modells Inter 
poliert. Tatsächlich zeigen sich nun auch mehr 
Details In den Ergebnissen, was z. B. ein Ver 
gleich der gemessenen mit den berechneten 
Wasserständen ergibt.
	        
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