accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1992

transportieren. Diese jetartigen Strömungen wer 
den durch den in der Brandungszone zerfallen 
den Seegang hervorgerufen, wie die Ergebnisse 
einer Rechnung mit einem gekoppelten See- 
gangs-/Strömungsmodell gezeigt haben. Ohne 
Klimauntersuchungen 
Meereisklimatologie 
Die umfangreichen Arbeiten zur Vervollstän 
digung des digitalen Eiskartenarchivs von der 
westlichen Ostsee, die auch Neukonstruktionen 
der Karten der 1980er Jahre einschlossen, wur 
den fortgesetzt. Zur Zeit ist der Kartensatz des 
Zeitraumes 1961 bis 1985 archiviert. Nachfor 
schungen in dem Archiv der ehemaligen Deut 
schen Seewarte ergaben, daß in den Tagebü 
chern der Signalstellen der Deutschen Seewarte 
zahlreiche Angaben über das Eisvorkommen an 
der deutschen Ostseeküste aus dem vorigen 
Jahrhundert enthalten sind. Mit diesen Daten war 
es möglich, die flächenbezogene Eisvolumen 
summe - sie ist ein Maß für die Stärke des Eiswin 
ters - auch für den Zeitraum 1879 bis 1896 zu 
bestimmen. Damit steht heute für die Ostseekü 
ste eine lückenlose Zeitreihe dieses für Klimaun 
tersuchungen relevanten Indexes von 1879 bis 
1992 zur Verfügung. Der die schleswig-holsteini 
sche Küste betreffende Datensatz wurde mit stati 
stischen und spektralanalytischen Methoden un 
tersucht. 
Untersuchungen 
Berücksichtigung des seegangsinduzierten „ra 
diation stress“ läßt sich das beobachtete Phäno 
men nicht mit einem Strömungsmodell simulie 
ren. 
Ein Ergebnis ist in Abb. 22 dargestellt. Eine 
Tiefpaßfilterung der Zeitreihe zeigt, daß das Ni 
veau der erzeugten Eismenge Mitte der 1980er 
Jahre den gleichen Wert hat wie knapp 100 Jahre 
vorher. Dabei hat jedoch die Variabilität der Eis 
produktion seit 1920 stark zugenommen, d. h. die 
Häufigkeit der schwachen und sehr starken Eis 
winter hat auf Kosten der mäßigen und starken 
Winter zugenommen. Außerdem ist die Zeitreihe 
der flächenbezogenen Eisvolumensumme mit 
der Zeitreihe des North Atlantic Winterindexes - 
einem Maß für die Stärke der zonalen atmosphä 
rischen Zirkulation über dem Nordatlantik - nega 
tiv korreliert; d. h. schwache Eiswinter traten bei 
einer verstärkten Westwindzirkulation über dem 
Nordatlantik, starke und sehr starke Eiswinter bei 
einer überwiegend abgeschwächten zonalen Zir 
kulation auf. Außerdem zeigen die Varianzspek 
tren der Eisvolumensumme und des Winterin 
dexes der zonalen atmosphärischen Zirkulation 
im Periodenbereichen von 5,8 bis 7,8 Jahren eine 
hohe Korrelation (Signifikanzniveau Si >95%).
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.