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Full text: Jahresbericht 1992

In Abb. 18 sind als Beispiel die Verteilungen 
von Temperatur, Salzgehalt und Chlorophyll auf 
einem Schnitt snkrecht zu den Tiefenlinien des 
Hangbereiches dargestellt. Im flachen Bereich, 
In ca. 10 m Wassertiefe, Ist deutlich ein seitlicher 
Einschub eindeutig kälteren Wassers zu erken 
nen. Diese ausgeprägte Temperaturschichtung 
zeigte sich auch in einer Temperaturmessung der 
CTD-Sonde (s. Abb. 19), die einen Tag vor der 
Delphin-Schnittfahrt durchgeführt wurde. Im obe 
ren Wassertiefenbereich zeigen sich hangwärts 
neben einer deutlichen Salzgehaltsfront geringe 
re Salzgehalte und ein etwa dreifach höherer 
Chlorophyllgehalt als im Wasserkörper der PRIS- 
MA-Box. Diese Anzeichen deuten auf einen wei 
ter westwärts verlagerten Wasserkörper der Elb 
fahne hin. 
Von der Auswertung der PRISMA-Feldunter- 
suchungen und der parallel laufenden Modellsi 
mulationen werden Beiträge zum wissenschaftli 
chen Kenntnisstand über kleinskallge Transport- 
und Umsetzungsprozesse Im Schadstoffkreislauf 
Im System Meer-Atmosphäre erwartet. 
Projekt „Transport, Umsatz und Variabilität von 
Schad- und Nährstoffen in der Deutschen Bucht 
(TUVAS)“ und „Optimierung des Nordsee-Monito 
ring (OPTINOM)“ 
Mit dem vom BMFT geförderten Projekt TU 
VAS und dem eigenfinanzierten Projekt OPTI 
NOM beabsichtigte das BSH, die Kenntnisse 
über die räumliche und zeitliche Variabilität von 
Schadstoffverteilungen In der Deutschen Bucht 
zu verbessern, um als Ergebnis eine verbesserte 
Untersuchungen 
Meß-Strategie für das Routinemonitoring zu er 
halten. Die regelmäßige Probennahme wurde im 
März mit der 24. Meßfahrt beendet. Die Aufarbei 
tung der Proben und der begleitenden hydrogra 
phischen Beobachtungen war bis Dezember 
weitgehend abgeschlossen. Die hydrographi 
schen Daten sind den beteiligten Gruppen zur 
Verfügung gestellt und dem DOD übergeben wor 
den. Ein technischer Bericht mit allen hydrogra 
phischen Daten, Horizontalverteilungen und 
Schnitten ist In Vorbereitung. Zur Beschaffung 
von Vergleichswerten über die Vorbelastung des 
in die Nordsee einströmenden Atlantikwassers 
fand im Juni eine Meßfahrt in den östlichen Nord 
atlantik statt. 
Die Ergebnisse der Meßfahrten haben das 
Bild der vorherigen Jahre nicht verändert. Zusam 
menfassend läßt sich sagen, daß im Untersu 
chungszeitraum Nov. 89-März 92 die Deutsche 
Bucht sehr grob in vier Belastungsprovinzen un 
terteilbar war (s. Abb. 20): Provinz 1: Elb-Fahne 
mit Wattenmeeraustausch. Die südlichste Station 
im Norden der Emsmündung war zumeist außer 
halb des unmittelbaren Küsteneinflusses. Pro 
vinz 2: Äußere Deutsche Bucht etwa zwischen 
Helgoland und FP Nordsee. Provinz 3:Trübezone 
Im Südostteil der Weißen Bank (SW-NE-verlau- 
fend); Provinz 4: Bereich Nordschillgrund/Dogger 
Tail End. Diese Aufteilung Ist eine grobe regionale 
Strukturierung und nicht für alle Schadstoffe ver 
bindlich. Es ist fraglich, ob diese Situation als 
„mittlerer“ räumlicher Zustand in der Deutschen 
Bucht angesehen werden kann oder ob die in 
diesem Zeitraum vorherrschenden ozeanogra- 
phischen und meteorologischen Verhältnisse 
(starker Wassereinstrom durch den Kanal; gerin 
ger Süßwassereintrag) eine besondere Lage in 
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