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Untersuchungen
Der Einfluß von Stürmen auf die Küstenströmung
Strömungsmeßergebnisse nördlich von
Norderney sind im Hinblick auf den Einfluß von
Sturmereignissen auf die Küstenströmung und
die durch sie hervorgerufene Resuspension von
Bodensedimenten bearbeitet worden. Es zeigt
sich, daß beim Durchzug eines schweren Sturms
das örtliche Bodensediment bis mindestens 24 m
Wassertiefe aufgewirbelt und mit der erheblich
verstärkten Küstenströmung über weite Wege
transportiert wird, ehe es sich wieder am Boden
absetzt. Diese Vorgänge sind für den Transport
von Sediment und daran gebundene Schadstoffe
von Bedeutung.
Luftaufnahmen über dem Wattenmeer
Luftaufnahmen über dem deutschen Wattenmeer
sollen dazu beitragen, den steigenden
Bedarf an örtlich detaillierten Strömungsinformationen
zwischen Inseln und Festland zu verbessern.
Inseln, Sandbänke und Priele verursachen
Markierungen der örtlichen Stromverhältnisse,
die aus der Luft mit hoher räumlicher Auflösung
quasi-synoptisch dokumentiert und später ausgewertet
werden können. Hierzu sind Überfliegungen
des Wattenmeeres mit einem Hubschrauber
durchgeführt worden. Die Luftaufnahmen
werden z. Z. ausgewertet. Die Daten sollen in
einer verbesserten Neuauflage des vom BSH herausgebrachten
Kartenwerkes über die küstennahen
Gezeitenströme in der Deutschen Bucht verwendet
werden.
Überwachung des Wasseraustausches auf der
Darßer Schwelle
An dem im Auftrag des BSH errichteten
Meßmast „Darßer Schwelle“ sind durch das Institut
für Ostseeforschung in Warnemünde die Einund
Ausstromverhältnisse in vier Meßtiefen überwacht
worden. Die Daten zeigen im Spätwinter/
Frühjahr und im Herbst kräftige Einstromlagen,
die zu einer teilweisen Erneuerung des Tiefenwassers
in der Arkona-See geführt haben.
Spezielle Beiträge zu Unterstützung der Schiffahrt
Küstennahe Gezeitenströme
Bei den bisherigen großflächigen Darstellungen
der Gezeitenströme in der Deutschen
Bucht blieben die Stromverhältnisse in unmittelbarer
Küstennähe weitgehend unberücksichtigt.
Das BSH hat jetzt einen Atlas herausgebracht
(s. Abb. 17), der auf 26 Karten Richtung und Geschwindigkeit
der Gezeitenströme im stündlichen
Abstand entlang der ost- und der nordfriesischen
Küste zeigt. Die Darstellungen basieren auf den
Ergebnissen des operationeilen Modells für die
Nord- und Ostsee.