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Full text: Jahresbericht 1992

Meereskunde 
Meereskundliche Dienste 
Die meereskundlichen Dienste des BSH 
hängen in starkem Maße von der Gewinnung, 
Übermittlung und Aufbereitung von Informationen 
u. a. aus den folgenden Arbeitsbereichen ab. Die 
se Arbeitsbereiche im BSH schaffen die Voraus 
setzungen dafür, daß die Dienste des BSH ihre 
Aufgaben erfüllen können. 
Eisdienst 
Der Winter 1991/92 war im deutschen Kü 
stengebiet wie auch im übrigen Ostseeraum ein 
sehr schwacher Eiswinter. Eis trat hauptsächlich 
in den flachen Gewässern zwischen Hiddensee 
und Rügen und auf der Peene (Mitte Dezember 
und zweite Hälfte Januar) auf. Das übrige Küsten 
gebiet war dagegen fast eisfrei. 
Die Eisberichtstätigkeit (Herausgabe ge 
druckter Eisberichte und Eiskarten) begann am 
10. Dezember 1991 und endete am 15. Mai 1992. 
Das Seewetteramt erhielt wieder Eiskarten vom 
Neufundlandbankgebiet für Bildfunksendungen. 
Die Beratung deutscher Forschungsschiffe in ark 
tischen Gewässern wurde durch die Weiterleitung 
von überarbeiteten ausländischen Eiskarten fort 
gesetzt. 
DieTabelle gibt einen Überblick über die vom 
Eisdienst 1992 herausgegebenen Produkte: 
Gedruckte Eisberichte 102 
Gedruckte Eiskarten 36 
Eiskarten-Bildfunksendungen 35 
Eisberichte an Revierzentralen 7 
andere Eisgutachten 8 
Die deutschen Eisbeobachtungen des ver 
gangenen Winters und die Daten von der meck- 
lenburg-vorpommerschen Küste aus früheren 
Jahren wurden in die Eisdatenbank übernom 
men. Für den Betrieb des Seegangsvorhersage 
modells erhielt der DWD wieder zwei bis viermal 
wöchentlich Eisangaben an Gitterpunkten vom 
Nordatlantischen Ozean und der Ostsee. 
Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarn 
dienst 
Vorhersagen und Warnungen für die deut 
sche Nordseeküste und die Ostseeküste Schles 
wig-Holsteins wurden wie bisher von der Hambur 
ger Dienststelle ausgegeben. Die Küste Mecklen 
burg-Vorpommerns wurde von der Au ßenstelle in 
Rostock aus versorgt. Die erforderliche meteoro 
logische Beratung für diesen Küstenabschnitt er 
folgte durch das Wetteramt Rostock, während das 
Seewetteramt in Hamburg wie bisher den Dienst 
in Hamburg wetterkundlich unterstützte. 
Die Rundfunkanstalten im norddeutschen 
Raum verbreiteten regelmäßig die Vorhersagen 
der Hochwasser an der deutschen Nordseeküste 
und den angrenzenden Revieren. Wasserstands 
vorhersagen für die Küste Mecklenburg-Vorpom 
merns wurden routinemäßig zweimal täglich zu 
festen Zeiten vom Landessender RMV ausge 
strahlt. 
Die Revierzentralen der Wasser- und Schiff 
fahrtsverwaltung im Nordseeküstenbereich er 
hielten mindestens zweimal täglich Vorhersagen
	        
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