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Full text: Jahresbericht 1992

Meereskunde 
1983 verlief die 2 ng/l-lsoplethe in der Bottenwiek, 
1988 schnitt sie die Archipelago See (Aaland In 
sein) und ist nun auf der Linie zwischen Bornholm 
und Gotland Becken zu finden. 
Die WEGA-Fahrt in den Atlantik wurde ge 
nutzt, um aktuelle Basiskonzentrationen für a- 
und y-HCH zu bekommen. Dadurch sollen Ergeb 
nisse aus den Jahren 1979, 1983 und 1985 für 
Zeitreihen erschlossen werden. 
Überwachung auf Erdöl-Kohlenwasserstoffe 
Für OPTINOM/TUVAS fanden bis zum März 
monatlich jeweils einwöchige Fahrten in die Deut 
sche Bucht statt. Im Juni erfolgten ferner 
Anschlußmessungen Im Nordostatlantischen 
Ozean. Im April wurde eine Fahrt in das westliche 
Mittelmeer durchgeführt, auf der die Konzentra 
tionen mit Werten einer Fahrt aus dem Jahre 1982 
verglichen wurden. Im August/September wurde 
Im Baltic Monitoring Programme eine einwöchige 
Überwachungsfahrt in die westliche Ostsee 
durchgeführt. 
Zur Untersuchung der chronischen Bela 
stung des Meerwassers durch gelöste, disper 
gierte und an Schwebstoffen adsorbierte Kohlen 
wasserstoffe wurden die folgenden Methoden 
verwendet: Die Bestimmung der Gesamtkohlen 
wasserstoff-Konzentration (THC, relative Werte, 
bezogen auf Ekofisk-Rohöl) erfolgte nach der 
Fluoreszenzmethode (IGOSS-Verfahren) und 
dient als Screeningverfahren. In ausgewählten 
Proben wurden mittels Gaschromatographie- 
Massenspektroskopie (GC-MS) ca. 60 Kohlen- 
wasserstoff-Elnzelkomponenten bestimmt. Da 
neben wurden während der Fahrten kontinuierlich 
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in-situ Fluoreszenz- und Trübungsmessungen als 
Begleitparameter durchgeführt. 
Nach Abschluß der Meßphase des OPTI- 
NOM/TUVAS-Projektes liegt nun ein umfangrei 
cher Datensatz über einen Zeitraum von über 
zwei Jahren vor, der eine eingehende Untersu 
chung der zeitlichen und räumlichen Variabilität 
gestattet. Die Fluoreszenzwerte In der Deutschen 
Bucht liegen zwischen 0,3 pig/l (äußere Deutsche 
Bucht) und 30 pg/l (Cuxhaven); die geographi 
sche Verteilung zeigt klar den besonderen Eintrag 
durch die Elbe In die Deutsche Bucht. Die Vertei 
lung ist nicht immer gleich und kann von Monat 
zu Monat unterschiedlich sein, da die Lage der 
Elbe-Fahne windabhängig ist. 
Auf allen Stationen ist eine hohe zeitliche 
Variabilität zu beobachten. Für küstennahe Sta 
tionen, die in der Elbefahne liegen, sind beson 
ders hohe Varianzen zu beobachten. Aber auch 
die küstenfernen Stationen weisen immer noch 
sehr hohe zeitliche Schwankungen auf. Die Ver 
hältnisse der Maximal- zu den Minimal-Werten 
liegen bei küstenfernen Stationen ohne direkten 
Süßwassereintrag zwischen 3 und 5. Bei küsten 
nahen Stationen und insbesondere im Einflußbe 
reich der Elbe erreicht das Verhältnis sogar Werte 
von über 10. Um die Abhängigkeit der zeitlichen 
Variabilität von der räumlichen Verteilung klarer 
darzustellen, sind In den Abb. 7 und 8 die Median 
werte und die Variabilität während der 2Vz jähri 
gen Meßperiode dargestellt. Die Abnahme der 
Medianwerte (Zahlen) und der Variabilität (box 
and whisker plots) von der Küste zur offenen See 
ist deutlich zu beobachten. 
Aufgrund der hohen Variabilität ist z. Z. eine 
Trendaussage nicht möglich. Die 1990 bis 1992 
beobachteten Werte liegen in dem gleichen Be
	        
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