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Full text: Jahresbericht 1992

Überwachung auf Schwermetalle: Oberflächen 
sedimente und Schwebstoffe 
Auch die Überwachung der Sedimente der 
Deutschen Bucht und der westlichen Ostsee auf 
ihren Gehalt an Schwermetallen wurde fortge 
setzt. Ziel des Überwachungsprogramms ist, fest 
zustellen, wie stark die Sedimente mit Schwer 
metallen kontaminiert sind, wie sich die Kontami 
nation regional unterscheidet und wie sie sich im 
Laufe der Zeit ändert. Letztlich soll auch ermittelt 
werden, welche Stoffmengen durch Sedimenta 
tion aus dem Wasserkörper entfernt werden. Das 
Programm deckt gleichzeitig die Verpflichtungen 
für JMP und für das BLMP ab. Die Sedimente 
werden regelmäßig auf ihren Gehalt an Quecksil 
ber, Cadmium, Blei, Kupfer, Zink, Chrom, Nickel, 
Vanadium und Arsen untersucht. Zu Vergleichs 
zwecken und zur Beurteilung der gewonnenen 
Daten wird auch der Gehalt von Eisen, Mangan, 
Aluminium, Titan, organischer Kohlenstoff, Stick 
stoff, Phosphor und der Gehalt an Karbonaten 
bestimmt. 
1992 wurden, über das normale Überwa 
chungsprogramm hinausgehend, auch Teile des 
Festlandsockels der Niederlande und Däne 
marks beprobt. Die Bearbeitung dieser Proben 
ist noch nicht abgeschlossen. Die Arbeiten auf 
dem deutschen Festlandsockel lieferten das ge 
wohnte Bild hoher Quecksilber-, Cadmium- und 
Zinkgehalte im östlichen von Elbe und Weser be 
einflußten Teil der Deutschen Bucht. 
Die Schwermetallgehalte der Sedimente an 
den einzelnen Stationen fluktuieren erheblich. 
Diese Fluktuationen können nicht auf Änderun 
gen der Einträge zurückgeführt werden. Sie sind 
eher durch Sedimentumlagerungen bestimmt. 
Überwachung 
Ungeachtet der Fluktuationen deuten sich zeit 
liche Trends an. So scheint z. B. Quecksilber in 
den Sedimenten der Deutschen Bucht generell 
abzunehmen. In einem Teilgebiet der Deutschen 
Bucht, dem ehemaligen Einbringungsgebiet für 
Klärschlamm, das auch sehr stark dem Elbeein 
fluß unterliegt, gehen die Messungen bis auf 1975 
zurück. Für dieses Gebiet kann der rückläufige 
Trend des Quecksilbergehaltes der Oberflächen 
sedimente nun als nachgewiesen gelten. Abb. 4 
zeigt die zeitliche Entwicklung des Quecksilber 
gehaltes in der Feinkornfraktion (Teilchengröße 
<20 pm) der Oberflächensedimente dieses Ge 
bietes. Der Rückgang des Quecksilbers in den 
Sedimenten findet seine Entsprechung in einem 
Rückgang des Quecksilbers in den Schwebstof 
fen desselben Gebietes. Abb. 5 zeigt das 
Quecksilber-Eisen-Verhältnis in den Schwebstof 
fen. Die Einbringung von Klärschlamm wurde hier 
1980 eingestellt. 
Überwachung auf Halogenkohlenwasserstoffe 
1992 wurden in den Projekten OPTINOM 
und TUVAS die Messungen der Halogenkohlen 
wasserstoffe abgeschlossen, die Ergebnisse zu 
sammengefaßt und graphisch dargestellt. Die im 
Jahresbericht 1991 noch unter Vorbehalt gemach 
ten Aussagen werden durch das zusätzliche Da 
tenmaterial uneingeschränkt gestützt. 
Zusammen mit Wissenschaftlern aus dem 
Institut für Ostseeforschung in Warnemünde wur 
de eine Reise in die Ostsee unternommen, um 
eine Interkalibrierung für Organohalogenverbin 
dungen weiter fortzuführen und weiteres Daten 
material für das internationale Ostseeüberwa- 
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