Zentrale Dienste
Ekofisk-Emden und der beiden Verdichterplattfor
men im deutschen Festlandsockel verlief ohne
Störungen. Die Lage und die Überdeckung der
Rohrleitung wurden routinemäßig kontrolliert.
Die Rohriegearbeiten der vom BSH geneh
migten Erdgasleitung vom Sleipner-Feld/Norwe-
gen nach Zeebrugge sind im Herbst beendet wor
den. Die Leitung kreuzt im Nordwesten auf einer
Länge von 19 km den deutschen Festlandsockel.
Der Beginn des Gastransportes ist für den Herbst
1993 vorgesehen. Für eine weitere Rohrleitung
von den norwegischen Gasfeldern nach Emden
sind die Voruntersuchungen mit Genehmigungen
durch das BSH beendet worden.
Darüber hinaus hat das BSH in 14 Betriebs
planverfahren der Bergämter für Suchbohrungen
zu der Frage Stellung genommen, ob diese schä
digende Auswirkungen auf das marine Ökosy
stem haben bzw. welche Auflagen erteilt werden
müssen.
Die 1975 etwa 40 sm nordwestlich von Hel
goland installierte Forschungsplattform NORD
SEE hat am 31. Dezember planmäßig den For
schungsbetrieb eingestellt. Die Rückbaumaß
nahmen werden 1993 durchgeführt.
Ölhaftungsbescheinigungen
Nach dem Gesetz zu dem Internationalen
Übereinkommen von 1969 über die zivilrechtliche
Haftung für Ölverschmutzungsschäden wurden
Ölhaftungsbescheinigungen für 190 Schiffe aus
gestellt. In 24 Fällen mußten die erforderlichen
Bescheinigungen, die beim Befahren deutscher
Gewässer nicht an Bord waren, nachgefordert
werden.
Meeresumweltschutz
Im Rahmen eines nach dem Oslo-Überein
kommen vorgesehenen internationalen Anhö
rungsverfahrens hat das BSH grundsätzliche Be
denken gegen die Absicht Irlands erhoben, bis
zum Ende des Jahres 1994 jährlich 150 000 t Ab
fälle aus der Herstellung von Zitronen- und Gluko
sesäuren in das Meer einzubringen. Die Beden
ken sind der irischen Regierung mitgeteilt wor
den.
Das BSH führt eine Statistik über Gewäs
serverunreinigungen, die im Küstenmeer und
im Festlandsockelbereich der Bundesrepublik
Deutschland sowie auf den Seeschiffahrtstraßen
(Innere Gewässer) festgestellt werden.
1992 wurden in diesen Bereichen von den
Vollzugsorganen (Bundesgrenzschutz, Zoll,
Wasser- und Schiffahrtsverwaltung, Wasser
schutzpolizei und Marineflieger) und durch priva
te Dritte 428 (1991: 326, 1990: 328) Verunreini
gungen gemeldet. Über 90% der Fälle waren Öl
verschmutzungen, die von Schiffen herrührten.
Hierbei handelte es sich überwiegend um Sepa
rationsrückstände, ölhaltiges Bilgewasser,
Schmierölrückstände sowie ölhaltiges Tank- und
Tankwaschwasser. Demgegenüber wurden ver
gleichsweise wenige Verschmutzungen durch
Chemikalien und Müll festgestellt. 1992 wurden
16 (1991: 7, 1990: 9) der Verschmutzungen durch
schädliche flüssige Stoffe, 7 (1991: 8, 1990: 5)
durch Müll verursacht (Abb. 46).
Ferner stellten die Wasserschutzpolizeien
der Küstenländer bei insgesamt 4959 Überprü
fungen in 812 Fällen Verstöße gegen die im Inter
nationalen Übereinkommen von 1973 zur Verhü-