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Full text: Jahresbericht 1992

ten durchgeführt (Pseudo Range Measurement). 
Die für die Zeitpunkte solcher Messungen 
gültigen Satellitenpositionen Im Raum werden in 
Form bahnbeschreibender Parameter (Epheme- 
riden) kontinuierlich von jedem einzelnen Satelli 
ten an den Empfänger übertragen. 
Für Berechnungen einer dreidimensionalen 
Position (ist möglich bei gleichzeitiger Sichtbar 
keit von mindestens 4 Satelliten) wird zunächst 
das zur Definition der Satellitenpositionen ge 
nutzte, auf den Erdmittelpunkt bezogene und erd 
feste Koordinatensystem genutzt. Umrechnun 
gen in geographische Koordinaten bezogen auf 
unterschiedliche mathematische (geometrische) 
Referenzoberflächen der Erde finden in einem 
zweiten Schritt statt. 
Ob diese Oberflächen durch das WGS-84- 
Ellipsoid oder das WGS-84-Geoid als Bezug für 
die abschließend angezeigte Position gebildet 
werden, hängt vom Empfänger ab. 
Sehr unterschiedlich werden sogenannte 
Antennenhöhen, bezogen auf die jeweils benutz 
te Referenzoberfläche, in den einzelnen Empfän 
gern verarbeitet. 
1. Feste Eingabe einer „Antennenhöhe“ als In 
stallationsparameter und ausschließliche Be 
rechnung einer 2D-Position für diesen Anten 
nenort. 
2. Dateneingabemöglichkeit für eine „Antennen 
höhe“. Berechnung einer 3D-Position (2D-Po- 
sition plus „Antennenhöhe“) mit mindestens 
4 Satelliten oder einer 2D-Position mit 3 Satel 
liten unter Nutzung der eingegebenen „Anten 
nenhöhe“. 
3. Funktionen wie Empfängerkategorie 2, jedoch 
die Berechnung einer 2D-Position mit 3 Satelli 
ten basierend auf einer berechneten „Anten 
nenhöhe“ aus einem Zeitraum mit 3D-Betrieb. 
GPS-Navigationsanlagen 
4. Keine Dateneingabemöglichkeit für eine „An 
tennenhöhe“. Berechnung einer 3D-Position 
mit mindestens 4 Satelliten oder einer 2D-Po- 
sition mit 3 Satelliten basierend auf einer be 
rechneten „Antennenhöhe“ aus einem Zeit 
raum mit 3D-Betrieb. 
Die im Erprobungszeitraum beobachteten 
„Antennenhöhen“ zeigten Abhängigkeiten sowohl 
von empfängerinternen Parametern und Be 
triebsarten als auch von den äußeren Einflußgrö 
ßen, wie z. B. Geometrie der Satellitenkonstella 
tion und der gezielten künstlichen Verschlechte 
rung (SA). 
Analog zu den Beobachtungen bei Positio 
nen und Geschwindigkeiten wirkten sich die Ver 
schlechterungsmaßnahmen unter SA-Bedingun- 
gen ebenfalls gravierend auf die „Antennenhö 
henbestimmung“ aus. Wiederum periodisch mit 
Periodendauern von 5 bis 10 min traten Höhen 
schwankungen zwischen 10 m und 330 m in der 
Regel zeitgleich mit den Positions- und Ge 
schwindigkeitsvariationen auf. Auch hier zeigte 
sich, daß unter den recht guten Konstellationsbe 
dingungen PDOP <5 bereits diese Streuungen 
auftreten konnten. Einzelne Empfängertypen bo 
ten Innerhalb wenig abgesicherter Ebenen der 
Bedienoberflächen die Eingabemöglichkeiten für 
PDOP-Grenzwerte. Mögliche Grenzen lagen 
meist zwischen PDOP = 1 und PDOP = 99. Fehl 
programmierungen dieses Grenzwertes waren 
wegen der offenen Bedienzugänglichkeit leicht 
möglich. Die Untersuchungen erstreckten sich 
daher auch auf solche geometrischen Satelliten 
konstellationen, die tatsächlich zu einer Grenz 
wertüberschreitung von PDOP = 99 führten. 
Als größte hierbei beobachtete „Antennen 
höhe“ wurde ein Wert von 1520 m dokumentiert 
bei zeitgleichem Positionsfehler von ca. 1200 m 
153
	        
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