ten durchgeführt (Pseudo Range Measurement).
Die für die Zeitpunkte solcher Messungen
gültigen Satellitenpositionen Im Raum werden in
Form bahnbeschreibender Parameter (Epheme-
riden) kontinuierlich von jedem einzelnen Satelli
ten an den Empfänger übertragen.
Für Berechnungen einer dreidimensionalen
Position (ist möglich bei gleichzeitiger Sichtbar
keit von mindestens 4 Satelliten) wird zunächst
das zur Definition der Satellitenpositionen ge
nutzte, auf den Erdmittelpunkt bezogene und erd
feste Koordinatensystem genutzt. Umrechnun
gen in geographische Koordinaten bezogen auf
unterschiedliche mathematische (geometrische)
Referenzoberflächen der Erde finden in einem
zweiten Schritt statt.
Ob diese Oberflächen durch das WGS-84-
Ellipsoid oder das WGS-84-Geoid als Bezug für
die abschließend angezeigte Position gebildet
werden, hängt vom Empfänger ab.
Sehr unterschiedlich werden sogenannte
Antennenhöhen, bezogen auf die jeweils benutz
te Referenzoberfläche, in den einzelnen Empfän
gern verarbeitet.
1. Feste Eingabe einer „Antennenhöhe“ als In
stallationsparameter und ausschließliche Be
rechnung einer 2D-Position für diesen Anten
nenort.
2. Dateneingabemöglichkeit für eine „Antennen
höhe“. Berechnung einer 3D-Position (2D-Po-
sition plus „Antennenhöhe“) mit mindestens
4 Satelliten oder einer 2D-Position mit 3 Satel
liten unter Nutzung der eingegebenen „Anten
nenhöhe“.
3. Funktionen wie Empfängerkategorie 2, jedoch
die Berechnung einer 2D-Position mit 3 Satelli
ten basierend auf einer berechneten „Anten
nenhöhe“ aus einem Zeitraum mit 3D-Betrieb.
GPS-Navigationsanlagen
4. Keine Dateneingabemöglichkeit für eine „An
tennenhöhe“. Berechnung einer 3D-Position
mit mindestens 4 Satelliten oder einer 2D-Po-
sition mit 3 Satelliten basierend auf einer be
rechneten „Antennenhöhe“ aus einem Zeit
raum mit 3D-Betrieb.
Die im Erprobungszeitraum beobachteten
„Antennenhöhen“ zeigten Abhängigkeiten sowohl
von empfängerinternen Parametern und Be
triebsarten als auch von den äußeren Einflußgrö
ßen, wie z. B. Geometrie der Satellitenkonstella
tion und der gezielten künstlichen Verschlechte
rung (SA).
Analog zu den Beobachtungen bei Positio
nen und Geschwindigkeiten wirkten sich die Ver
schlechterungsmaßnahmen unter SA-Bedingun-
gen ebenfalls gravierend auf die „Antennenhö
henbestimmung“ aus. Wiederum periodisch mit
Periodendauern von 5 bis 10 min traten Höhen
schwankungen zwischen 10 m und 330 m in der
Regel zeitgleich mit den Positions- und Ge
schwindigkeitsvariationen auf. Auch hier zeigte
sich, daß unter den recht guten Konstellationsbe
dingungen PDOP <5 bereits diese Streuungen
auftreten konnten. Einzelne Empfängertypen bo
ten Innerhalb wenig abgesicherter Ebenen der
Bedienoberflächen die Eingabemöglichkeiten für
PDOP-Grenzwerte. Mögliche Grenzen lagen
meist zwischen PDOP = 1 und PDOP = 99. Fehl
programmierungen dieses Grenzwertes waren
wegen der offenen Bedienzugänglichkeit leicht
möglich. Die Untersuchungen erstreckten sich
daher auch auf solche geometrischen Satelliten
konstellationen, die tatsächlich zu einer Grenz
wertüberschreitung von PDOP = 99 führten.
Als größte hierbei beobachtete „Antennen
höhe“ wurde ein Wert von 1520 m dokumentiert
bei zeitgleichem Positionsfehler von ca. 1200 m
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