Technische Schiffssicherheit
für die Schiffe an Kategorien von Seegebieten
gekoppelt. Diese Kategorien richten sich weitge
hend nach der Verfügbarkeit von Sende- und
Empfangsmöglichkeiten der Seenotaiarme mit
Hilfe digitaler Übertragungstechniken auf dafür
geeigneten und festgelegten Frequenzen. Hier
bei handelt es sich um den sog. „Digitalen Selek
tivruf“ (DSC).
Auf dieser Grundlage wurden vier Katego
rien von Seegebieten (Sea Area, A) definiert:
Seegebiet A1
Bedeckungsbereich mindestens einer
UKW-Küstenfunkstelle, die ständig Sendung und
Empfang von DSC-Alarmen auf UKW sicherstellt.
Seegebiet A2
Bedeckungsbereich mindestens einer
Grenzwellen-Küstenfunkstelle (mit Ausnahme
der Seegebiete A1), die ständig Sendung und
Empfang von DSC-Alarmen auf Grenzwelle si
cherstellt.
Seegebiet A3
Bedeckungsbereich der Satelliten der See-
funksatelliten-Organisation INMARSAT (mit Aus
nahme der Seegebiete A1 und A2), in dem stän
dig Seenotalarmierung möglich ist. Alternativ da
zu ist A3 auch als Bedeckungsbereich minde
stens einer Kurzwellen-Küstenfunkstelle mit Aus
nahme der Seegebiete A1 und A2, die ständig
Sendung und Empfang von DSC-Alarmen auf
Kurzwelle sicherstellt, definiert.
Seegebiet A4
Alle Seegebiete außerhalb der Seegebiete
A1, A2 und A3 (z. B. die Polkappen).
Auf die Einzelheiten der Ausrüstungsvor
schriften soll an dieser Stelle nicht im Detail ein
gegangen werden, denn auf der Grundlage der
internationalen Ausrüstungsvorschriften hat der
BMV Grundsätze für deutsche Schiffe erarbeitet
und veröffentlicht.
Nachfolgend sollen einige Geräte beschrie
ben werden, die im GMDSS zum Einsatz kom
men.
Mehrfach wurde bereits der digitale Selektiv
ruf (DSC) erwähnt. Es handelt sich hierbei um
ein System, das mittels digitaler Übertragungs
technik auf exklusiv zu nutzenden Frequenzen
Alarmierungen erlaubt. Dabei werden Notmel
dungen übertragen, die die wichtigsten Angaben
über das in Not befindliche Schiff, seine Position
und die Art des Unfalles enthalten.
In den Küstenfunkstellen und an Bord der
am DSC-Funkverkehr beteiligten Schiffe werden
diese Meldungen ausgedruckt oder auf einem
Display angezeigt.
DSC-Geräte werden in Verbindung mit
UKW-, Grenzwellen- und Kurzwellensendern und
-empfängern eingesetzt.
Für die automatische Übertragung von nau
tischen und meteorologischen Warnungen und
dringenden Informationen (Maritime Safety Infor
mation, MSI) und Seenotalarmen in der Richtung
von der Küste zur See ist das sogenannte NAV-
TEX-System entwickelt worden. Es arbeitet auf
der einheitlichen Frequenz 518 kHz über zeitlich
gestaffelt sendende Sender. Die Bordempfänger
sind mit Druckern verbunden, über die die emp
fangenden Meldungen ausgedruckt werden.
Mit einigen Diensten, die von der Internatio
nalen Seefunk-Satellitenorganisation INMARSAT
angeboten werden, hat erstmals die Satelliten