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Volltext: Jahresbericht 1992

Technische Schiffssicherheit 
für die Schiffe an Kategorien von Seegebieten 
gekoppelt. Diese Kategorien richten sich weitge 
hend nach der Verfügbarkeit von Sende- und 
Empfangsmöglichkeiten der Seenotaiarme mit 
Hilfe digitaler Übertragungstechniken auf dafür 
geeigneten und festgelegten Frequenzen. Hier 
bei handelt es sich um den sog. „Digitalen Selek 
tivruf“ (DSC). 
Auf dieser Grundlage wurden vier Katego 
rien von Seegebieten (Sea Area, A) definiert: 
Seegebiet A1 
Bedeckungsbereich mindestens einer 
UKW-Küstenfunkstelle, die ständig Sendung und 
Empfang von DSC-Alarmen auf UKW sicherstellt. 
Seegebiet A2 
Bedeckungsbereich mindestens einer 
Grenzwellen-Küstenfunkstelle (mit Ausnahme 
der Seegebiete A1), die ständig Sendung und 
Empfang von DSC-Alarmen auf Grenzwelle si 
cherstellt. 
Seegebiet A3 
Bedeckungsbereich der Satelliten der See- 
funksatelliten-Organisation INMARSAT (mit Aus 
nahme der Seegebiete A1 und A2), in dem stän 
dig Seenotalarmierung möglich ist. Alternativ da 
zu ist A3 auch als Bedeckungsbereich minde 
stens einer Kurzwellen-Küstenfunkstelle mit Aus 
nahme der Seegebiete A1 und A2, die ständig 
Sendung und Empfang von DSC-Alarmen auf 
Kurzwelle sicherstellt, definiert. 
Seegebiet A4 
Alle Seegebiete außerhalb der Seegebiete 
A1, A2 und A3 (z. B. die Polkappen). 
Auf die Einzelheiten der Ausrüstungsvor 
schriften soll an dieser Stelle nicht im Detail ein 
gegangen werden, denn auf der Grundlage der 
internationalen Ausrüstungsvorschriften hat der 
BMV Grundsätze für deutsche Schiffe erarbeitet 
und veröffentlicht. 
Nachfolgend sollen einige Geräte beschrie 
ben werden, die im GMDSS zum Einsatz kom 
men. 
Mehrfach wurde bereits der digitale Selektiv 
ruf (DSC) erwähnt. Es handelt sich hierbei um 
ein System, das mittels digitaler Übertragungs 
technik auf exklusiv zu nutzenden Frequenzen 
Alarmierungen erlaubt. Dabei werden Notmel 
dungen übertragen, die die wichtigsten Angaben 
über das in Not befindliche Schiff, seine Position 
und die Art des Unfalles enthalten. 
In den Küstenfunkstellen und an Bord der 
am DSC-Funkverkehr beteiligten Schiffe werden 
diese Meldungen ausgedruckt oder auf einem 
Display angezeigt. 
DSC-Geräte werden in Verbindung mit 
UKW-, Grenzwellen- und Kurzwellensendern und 
-empfängern eingesetzt. 
Für die automatische Übertragung von nau 
tischen und meteorologischen Warnungen und 
dringenden Informationen (Maritime Safety Infor 
mation, MSI) und Seenotalarmen in der Richtung 
von der Küste zur See ist das sogenannte NAV- 
TEX-System entwickelt worden. Es arbeitet auf 
der einheitlichen Frequenz 518 kHz über zeitlich 
gestaffelt sendende Sender. Die Bordempfänger 
sind mit Druckern verbunden, über die die emp 
fangenden Meldungen ausgedruckt werden. 
Mit einigen Diensten, die von der Internatio 
nalen Seefunk-Satellitenorganisation INMARSAT 
angeboten werden, hat erstmals die Satelliten
	        
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