echnische Schiffssicherheit
i
Vernetzung der verschiedenen nationalen Melde
systeme über den Transport von Containern mit
gefährlichen Ladungen bewirkt werden kann. Der
Informationswert über Containerverluste auf See
ist, soweit solche Meldungen überhaupt erfolgen,
nicht ausreichend für eine Suche, Sicherung und
Bergung. Die Verlustmeldung eines Containers
mit gefährlicher Ladung auf See sollte automa
tisch erfolgen, da ein Verlust nur in den seltensten
Fällen von der Schiffsführung bemerkt werden
kann und nur eine sofortige Meldung eine realisti
sche Möglichkeit eröffnet, einen verlorenen Con
tainer wiederzufinden. Darüber hinaus führen ver
spätete Meldungen zu längeren Suchvorgängen,
die wiederum mit erhöhten Kosten verbunden
sind.
Ortungshilfen, die an Containern fest ange
bracht sind, müssen bestimmte Kriterien erfüllen.
Die Anbringung darf z. B. nicht zu einem Mehrauf
wand beim Stauen und Laschen führen und die
Ortung des Containers muß sowohl über als auch
unter Wasser möglich sein. Die zur Zeit verfügba
ren Systeme erfüllen nicht alle notwendigen An
forderungen.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden
vom BMV ausgewertet.
INMARSAT-E
Mit einem Festakt wurde am 10. Dezember
auf dem Gelände und unter der Schirmherrschaft
der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiff
brüchiger (DGzRS) das INMARSAT-E-System of
fiziell eingeführt.
Bei INMARSAT-E handelt es sich um ein
System von selbsttätig aufschwimmenden Bojen,
die mit Hilfe eingebauter Funkbaken über die
Seefunksatelliten der Internationalen Seefunk-
satelliten-Organisation INMARSAT Seenotalarm
auslösen können.
Die von den Bojen übermittelten Notmeldun
gen enthalten u. a. die Identifikation des Schiffes,
die Seenotposition, die durch einen eingebauten
Satellitennavigations-Empfänger ermittelt wird
und den Zeitpunkt der Bakenaktivierung.
Empfangen werden die Notmeldungen in
bestimmten Küstenerdfunkstellen (CES) des IN-
MARSAT-Systems, ihre Auswertung erfolgt durch
spezielle Empfangs- und Auswertegeräte. Von
dort werden sie an die den CES zugeordneten
Seenotleitungen (Rescue Coordination Center,
RCC) weitergeleitet.
Der große Vorteil des Systems beruht auf
der Nutzung geostationärer Satelliten, die aus al
len Bereichen der Erdoberfläche (mit Ausnahme
der Polkappen) die Übermittlung der Seenotmel
dungen innerhalb von nur wenigen Minuten er
möglichen.
Das Bojensystem wurde in Deutschland un
ter maßgeblicher Mitwirkung durch das BSH ent
wickelt. Die Idee stammt aus der Deutschen For
schungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V.
(DLR), zur Industriereife gebracht wurde es von