chiffsvermessung
Nach der Statistik gibt es etwa 1620 deut
sche Schiffe, die unter das Internationale Schiffs-
vermessungs-Übereinkommen fallen. Davon ge
hören ca. 1000 Schiffe zur deutschen Handels
flotte. Von diesen wiederum sind 525 „neue“
Schiffe, d. h. sie besitzen bereits einen Internatio
nalen Schiffsmeßbrief (1969). Bis Ende 1992 wur
den 265 Schiffe bearbeitet. Es verbleiben noch
218 Schiffe der deutschen Handelsflotte, die bis
zum genannten Termin bearbeitet werden müs
sen. Eine Anzahl von deutschen Handelsschiffen,
die im Seeschiffsregister eingetragen sind, fahren
zeitweilig unter fremder Flagge (Bareboat). Dazu
gehören zum Beispiel 154 Schiffe unter der Flag
ge von Antigua & Barbuda. Auch diese Schiffe
müssen bei der Umrechnung berücksichtigt wer
den, da das BSH von der Regierung von Antigua
& Barbuda autorisiert ist, in ihrem Auftrag Interna
tionale Schiffsmeßbriefe auszustellen.
Die Schiffsvermessung nach den London-
Regeln ist bei Schiffen aus den 70er Jahren pro
blemlos, während bei älteren Schiffen diese Ar
beit durh dürftige oder ganz fehlende Zeich
nungsunterlagen erschwert wird.
Neben den o. a. 1620 Schiffen müssen noch
mindestens ca. 500 Fischereifahrzeuge nach ei
ner EG-Verordnung ein Meßergebnis nach den
London-Regeln nachweisen.
Die im Außendienst eingesetzten Meßgrup
pen waren im Inland und Ausland tätig.
Die Anzahl der Schiffsvermessungen unter
Ausklammerung der Sportfahrzeuge blieb nahe
zu konstant.
Anzahl 1991 = 330
Anzahl 1992 = 336
Bei der vermessenen Tonnage ergibt sich
folgendes Bild im Vergleich zu den Vorjahren (oh
ne Sportfahrzeuge)
Anzahl
der Ver
messun
gen
Tonnage
1990
243
1 328 444
1991
330
1 784 524
1992
336
1 757182
Dazu kommen 1992
Nachvermessungen
28
259 475
vermessene Yachten
304
2 780
Umrechnungen
151
1 030 007
Insgesamt 1992
819
3 049 444
Auch 1992 wurden Projektberechnungen,
Vorvermessungen und Gutachten erstellt
(Abb.38).
Die notwendige internationale Abstimmung
wurde in der IMO fortgesetzt. Die Arbeitsgruppe
der Vermessungsexperten arbeitete während ei
ner Sitzungswoche in London verschiedene Vor
schläge aus, die aber in den weiteren Gremien
noch nicht abschließend beraten werden konn
ten, und bereitete in der Folgezeit weitere Vor
schläge für die Vermessung neuartiger Schiffsty
pen vor. Die Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 1994
abgeschlossen sein.