werden, da bis zu der PLC-2 keine Begleitinformationen
wie z. B. Abflußmengen und Klärverfahren
Vorlagen. Diese Anforderung könnten
erst spätere PLCs erfüllen.
- Die Ergebnisse der PLC-2 sind nach Veröffentlichung
jedem Interessierten zugänglich und
werden anderen Arbeitsgruppen auf Anfrage
auch als Einzeldaten geliefert.
Für die PLC-2 gab es zwar Richtlinien, jedoch
wurde für deren Umsetzung nicht genügend
Sorge getragen. Jeder Vertragsstaat führte sein
eigenes Meßprogramm durch - die Daten bezogen
sich z.T. auf von den Richtlinien abweichende
Untersuchungsgebiete, Einheiten oder Parameter.
Die Formate, in denen die Daten abgeliefert
wurden, waren - trotz Vorgabe in den Richtlinien
- sehr unterschiedlich. Der erste Datenverarbeitungsworkshop
hatte zwar dazu geführt, die
Richtlinien eindeutig zu verstehen, jedoch war es
für die Messungen selbst zu spät. So ergaben
sich später, in der Phase des Zusammentragens
der Ergebnisse, aufwendige Umrechnungen der
Daten, die die Fertigstellung des Berichtsbandes
zusätzlich verzögerten.
Die größten Verzögerungen entstanden jedoch
durch die unvollständigen, nicht termingerechten
Datenlieferungen, die als Teillieferungen
auf Papier im BSPI eingingen und hier erst erfaßt
werden mußten. An dieser Stelle sei auf Polen
als den einzigen Vertragsstaat hingewiesen, welcher
die Termine und Formate zur Ablieferung der
Daten einhielt und auf Datenträger übermittelte.
Diese Pollution Load Compilation ist als Pilotstudie
zu betrachten, auch wenn sie die Nummer
zwei trägt. Sie berücksichtigt nicht alle Eintragsquellen
(z. B. Ortschaften mit weniger als
10000 Einwohnern, Flüsse mit einer Abflußmenge
<5 m 3 /s, diffuse Quellen im Küstenbereich
zwischen den Mündungen der Flüsse u.v. m.),
gibt keine Hinweise zur Messung von unbehandeltem
Abwasser und kann in die Auswertung
keine Daten aus anderen Meßprogrammen der
HELCOM (z. B. atmosphärische Einträge) einbeziehen.
Für spätere Pollution Load Compilations
müssen die Richtlinien stark überarbeitet werden.
Eine permanente Arbeitsgruppe der HELCOM
(JC/PoLo“ - Technological Committee/Pollution
Load) soll mit Hilfe der Ergebnisse eines Expertenseminars
neue Richtlinien erarbeiten und
dann für deren Einhaltung sorgen.