Geraldton.
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African-Riffes befindet. Man darf hier das weiße Leuchtfeuer auf der Moore-
Huk nicht westlicher peilen, als rw. 357° (mw. N), und muß sich hüten, in den
roten Sektor des Unterfeuers dieser Huk zu kommen. Hat man das weiße Feuer
auf der Moore-Huk in obengenannter Peilung, so steuere man rw. 357° (mw. N)-
Kurs, bis die beiden weißen Richtfeuer an der Nordseite der Bucht in rw. 73° (mw.
ONO?/,O)-Peilung in Linie sind. Dann nehme man diese Peilung als Kurs und
Jaufe- in die Bucht hinein, wobei man nicht weniger, als 10 m (5'/, Fad.) Wasser
im Fahrwasser findet. Peilt das weiße Feuer auf der Moore-Huk rw. 183° (mw.
S!/„W), so steuere man rw. 93° (mw. 01/,S), bis die roten Richtfeuer auf der
nördlichen Landungsbrücke in rw. 137° (mw. SO1/,S)-Peilung in Linie sind, steuere
nun auf diese zu und ankere im Bereich des roten Sektors des Unterfeuers auf
der Moore-Huk auf etwa 9m (5 Fad.) Wasser, wenn das Feuer rw. 225° (mw.
SW!/,W) peilt.
Für vom Norden kommende Schiffe bildet die Ansteuerung bei sichtigem
Wetter zunächst keine Schwierigkeit, wenn sie in angemessenem Abstand von der
Küste bleiben und anderseits nicht zu nahe an die Houtman-Klippen heranlaufen,
Nähert man sich aber der Champion-Huk, so ist große Vorsicht geboten, um die
die Huk umgebenden Bänke zu meiden, auf denen die Wassertiefe nur 7 m beträgt.
Man darf deshalb den Leuchtturm oder das Leuchtfeuer auf der Moore-Huk
nicht eher in südlichere Peilung bringen als rw. 152° (mw. SSO1/,O), bevor nicht
die zum Einsteuern dienenden Richtmarken an der Ostseite der Bucht in Linie
sind; hernach verfahre man wie für vom Süden kommende Schiffe angegeben,
Vorsicht. Man darf sich nicht darauf verlassen, daß die Tonnen bei den
Knoll-Untiefen auf der richtigen Stelle liegen, da sie mitunter vertreiben. Die
zur Einsteuerung dienenden Richtmarken sind jedoch genau bestimmt.
Kapt. D. Niemann schreibt: »Am 19. Dezember 1895 sichteten wir um
7h N, gerade als die Sonne unterging, die australische Küste. Wir waren so
dicht an dieselbe herangekommen, daß wir auch zu gleicher Zeit die Brandung
sehen konnten. Da wir aber von dem Lande nichts ausmachen konnten, steu-
erten wir zunächst, um von allen außenliegenden Untiefen und Klippen klar zu
kommen, 22 Sm weit rw. 301° (mw. NWzW)-Kurs und setzten dann erst den Kurs
auf die Moore-Huk. Um 8: V am 20. Dezember erkannten wir die Küste bei
Geraldton und um 8%,h V sichteten den Leuchtturm auf der Moore-Huk; um
11% V ankerten auf der Reede vor Geraldton.
Am 5. Februar 1896 verließen wir um 4b V mit flauer südlicher Brise
die Reede von Geraldton. Bis zum Abend kreuzten wir mit kurzen Schlägen
zwischen der Küste und den Houtman-Klippen; nachher raumte der Wind etwas
auf, so daß wir über St-B.-Bug segelnd rw. 225° (mw. SW1!/,W)-Kurs gut machen
konnten. «
Strom. Im Sommer setzt der Strom gewöhnlich nach Norden, im Winter
nach Süden, Die ozeanische Dünung kommt jedoch gewöhnlich vom Westen, so
daß Schiffe damit rechnen müssen, daß sie etwas nach dem Lande zu versetzt
werden,
Leuchtfeuer. Siehe Leuchtfeuer aller Meere 1912, Heft VII, Tit. IX, Nr. 2551,
2554, 2555, 2558, 2559. Signalstelle ist auf der Moore-Huk vorhanden und es
können Schiffe mit Hilfe des Internationalen Signalbuches mit derselben verkehren.
Lotsen sind vorhanden, Es herrscht Lotsenzwang; auch besteht eine
Lotsentaxe. Es werden dieselben Gebühren erhoben wie in Bunbury.
Quarantäne, Es bestehen Bestimmungen in bezug auf Quarantäne. Die
einzelnen Vorschriften sind jedoch nicht bekannt, dürften aber denen von Bunbury
ähnlich sein. Die gesundheitlichen Verhältnisse am. Orte sind gut,
Ankerplatz. Der Ankerplatz in der Champion-Bucht ist nur gegen Winde
aus NW bis NzO ungeschützt. Schiffe mit gutem Ankergeschirr und genügender
Kettenlänge haben jedoch schon schwere Stürme aus diesen Richtungen abge-
ritten; der Ankergrund ist gut, Gegen WSW-Stürme gewähren die sich von der
Huk nordwärts erstreckenden Bänke guten Schutz; die See brandet stark
anf ihnen.