accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Deutscher Programmbeitrag zum Globalen Ozeanbeobachtungssystem (GOOS) (BSH-Berichte, Nr. 18)

31 
BEITRAG DES GKSS FORSCHUNGSZENTRUMS GEESTHACHT (GKSS) 
Integrierende Verfahren zur Beobachtung von Binnen- und Küstengewässern 
Zielsetzung 
Es wird untersucht, wie mit Hilfe von Dauermeßstationen, Sensorpaketen auf Fähren. Femerkundungs- 
verfahren und Modellen, konventionelle, an Überwachungsschiffe gebundene Momtoringverfahren er 
gänzt und optimiert werden können. 
Femerkundungsverfahren sollen hierbei die synoptische Aufnahme großer Flächen ermöglichen, Dauer 
meßstationen dienen der zeitlich hochaufgelösten Registrierung von Variablen auch unter Extrembe 
dingungen und die Fährsensoren bieten eine zeitlich dichte regelmäßige Aufnahme einiger weniger Grö 
ßen entlang eines Profils. Modelle sind notwendig, um die auf unterschiedlichen Raum- und Zeitskalen 
anfallenden Beobachtungswerte zu integrieren und für Zeiten und Punkte vorherzusagen, an denen keine 
Beobachtungen vorliegen. 
Neben den strategischen Fragen und den Auswerteverfahren sollen im Rahmen des Projektfeldes auch 
Testverfahren für das Monitoring entwickelt werden. Hierzu gehören die Erkundung repräsentativer 
Standorte für Dauermeßstationen mit Hilfe von Modellen und Femerkundungsdaten sowie Kalibrier- 
und Testsysteme für Monitonngsensoren. Die Arbeiten sollen in enger Kooperation mit den Umwelt- 
Überwachungsbehörden erfolgen. 
Wissenschaftlicher Kenntnisstand 
Monitoring der Wassergüte der deutschen Nord- und Ostseeküsten wird überwiegend von Forschungs 
schiffen in Form von Terminfahrten durchgeführt. An einigen Meßplattformen und Verankerungen 
werden physikalische Größen gemessen: Temperatur, Salzgehalt. Strömung. Ferner gibt es spezielle 
Verfahren, wie z.B. die Öl Verschmutzungsüberwachung aus der Luft. Satellitendaten wurden zur Be 
stimmung der Wassertemperatur und für den Eiswamdienst verwendet. Im Wattenmeer wird von Klein 
flugzeugen visuell die Verbreitung von Grünalgen kartiert. Entlang der Elbe werden Proben in einem 
regelmäßigen Zeit- und Ortsraster vom Hubschrauber genommen. Zusätzlich werden an Feststationen 
automatische Messungen durchgeführt. 
Es fehlt jedoch an Verfahren zur Fernerkundung und automatischen Registrierung bio-geochemisch 
relevanter Größen, an Auswurteverfahren zur Integration der auf unterschiedlichen Raum- und Zeit- 
skalen durchgeführten Beobachtungen sowie an Verfahren zur Assimilation der Beobachtungen in stati 
stische oder prognostische Modelle. 
Obwohl die bisherigen Untersuchungen Hinweise über die Verteilung der Schadstoffe im Küstenbereich 
geben, konnte u. a. der wesentliche Anteil an Schadstoffen, der an Schwebstoffe gebunden transportiert 
wird und dessen Transportverhalten sich von dem gelöster Spezies unterscheidet, bisher nicht realitäts 
nah modelliert werden. Ein weiterer Punkt, für den grundlegende Informationen fehlen und der damit 
unberücksichtigt bleiben mußte, sind biologisch-chemisch bedingte Umw'andlungs- und Austauschpro 
zesse zwischen Schwebstoff und Wasserphase. 
In anderen westeuropäischen Ländern ist der Stand der Momtoringverfahren ähnlich (z.B. England, 
Niederlande, skandinavische Länder, Finnland). In vielen Entwicklungs- und Schwellenländem werden 
Monitoringsysteme erst aufgebaut. Ein internationales Beobachtungsnetz mit entsprechender Daten- 
ausw'ertung fehlt. 
Vorgehensweise 
Die Beobachtungsverfahren sollen in Form von Pilotprojekten in Absprache und in Zusammenarbeit 
mit ihren Anwendern, in erster Linie den Überwachungsbehörden, entwickelt und erprobt werden. Als 
Testgebiete sind die untere Elbe, das von ihrem Wasser beeinflußte Watt und die Deutsche Bucht vor 
gesehen. Die hierbei gewonnenen Erfahrungen sollen auf andere Gewässersysteme übertragen worden. 
Voraussetzung für dieses Projektfeld sind eine Reihe bei GKSS und ihren Partnern in den vergangenen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.