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Full text: Deutscher Programmbeitrag zum Globalen Ozeanbeobachtungssystem (GOOS) (BSH-Berichte, Nr. 18)

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TRANSWATT in ihrem Parametersatz erheblich erweitert wurde, ln wöchentlichen Abständen erfolgen 
in der Vegetationsperiode (März bis Oktober) jeweils zu Hochwasserstau Beprobungen zur qualitativen 
und quantitativen Phytoplanktonanalyse sowie zur Bestimmung der Nährstoffkonzentrationen (N, P, Si) 
und der Pigmente (HPLC). 
Zusätzlich werden die hydrographischen Parameter Temperatur, Salinität und Sestongehalt aufgenom 
men. Neben den Dauerstationen der BAH in List und Helgoland bildet die Station Büsum-Mole somit 
einen dritten Monitoring-Eckpunkt in der Deutschen Bucht, der insbesondere der Erforschung der Ver 
hältnisse m einem stark ästuarin überprägten Wattenmeergebiet und der Methodenentwicklung dient. 
Messungen der Primärproduktion werden mit der konventionellen 14-C-Technik durchgeführt und 
durch Aufnahmen mit dem Pulse-Amplituden-Modulationsverfahren ergänzt. Zur quantita 
tiv/qualitativen Ermittlung der Phytoplanktonbestände wird die Durchfluß-Zytometne eingesetzt. Zur 
regionalen räumlichen Auflösung wurden bislang die synoptischen Saisonalaufhahmen aus dem 
TRANSWATT-Projekt herangezogen. 
Produkte/Dienstleistungen 
Die Messungen dienen zur Beurteilung des Qualitätszustandes des Wattenökosystems hinsichtlich sei 
ner Nährstoffbelastung und seines Eutrophierungspotentials. Verschiebungen in der Artenzusammen 
setzung durch veränderte Nährstofffelationen und durch Einwanderung fremder Arten, das Vorkommen 
toxischer Formen sowie die Detektion möglicher klimatisch bedingter Effekte werden im Rahmen dieser 
Dauermeßreihe analysiert Ergebnisse der Erhebungen sollen dem Trilateralen Wattenmeermomtonng- 
programm zur Verfügung gestellt werden, sobald Zuständigkeiten geklärt sind. Sie dienen gleichzeitig 
als Empfehlungsgrundlage für Handlungsoptionen im umweltpolitischen Bereich. 
Weiterhin schaffen die Untersuchungen die erforderlichen Voraussetzungen für eine Teilmodellierung 
der Planktonentwicklung im unmittelbaren Küstenvorfeld. Aus den methodischen F&E-Arbeiten werden 
neue, schnelle und präzisere Meßverfahren für den Operationellen Einsatz in Phytoplanktonüberwa 
chungsprogrammen erwartet. 
FTZ-P2 - Forschungsprojekt 'Meßsystem für Fährschiffe ("Blue Box" System)' 
Die im nationalen Rahmen und international laufenden Aktivitäten zur Realisierung von GOOS haben 
für die operationeile, routinemäßige Erfassung und Überwachung der europäischen Küstengew'ässer 
neben den bereits in der Vergangenheit erfolgreich entwiekelten, ortsfesten Meßstationen (z.B. "Mer- 
maid''-Konzept) auch zu Planungen geführt, ein autonomes Meßsystem für Fährschiffe zu entwickeln 
und zum Einsatz zu bringen. Diese Überlegungen gehen auf die Tatsache zurück, daß die europäischen 
Küstengewässer von der Ostsee bis ins Mittelmeer regelmäßig mit unterschiedlicher Häufigkeit von 
Fährschiffen durchfahren wurden, so daß ein entsprechend ausgelegtes und ausgestattetes Meßsystem 
kontinuierlich entlang der Fährroute mit der Frequenz der Passagen Oberflächendaten der Küstenge 
w'ässer ohne nennenswerte zusätzliche Betriebskosten liefern kann. 
ln der Bundesrepublik hat sich zur Entwicklung und zum Betrieb eines Prototyp-Meßsystems für Fähr 
schiffe, im europäischen Sprachgebrauch auch "Blue Box"-System genannt, eine Zusammenarbeit zwi 
schen drei Partnern gebildet: dem FTZ und dem Institut für Angewandte Physik (LAP) der CAU als 
universitären Partnern und der GKSS als Großforschungseinnchtung in der Hermann von Helmholtz- 
Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF). 
In dieser Zusammenarbeit ist zunächst aus bei den jeweiligen Partnern vorhandenen Komponenten ein 
vorläufiger Versuchsaufbau realisiert worden, der Ende 1998 auf dem Meßponton des FTZ im Büsu- 
mer Hafen in Betrieb ging. Hierbei konnte erfolgreich demonstriert werden, daß die grundsätzlichen 
Anforderungen an ein Meßsystem für Fährschiffe im Sensorbereich mit weitgehend vorhandener Meß 
technik erfüllt werden können, daß jedoch umfangreiche F&E-Arbeiten zur Systemintegration und zur 
Datenverarbeitung, -aufbereitung und -telemetrie durchgeführt wurden müssen, um die erforderliche 
Automation des Meßsystems sicherzustellen.
	        
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