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Full text : Deutscher Programmbeitrag zum Globalen Ozeanbeobachtungssystem (GOOS) (BSH-Berichte, Nr. 18)

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BEITRAG  DES  FORSCHUNGS-  UND  TECHNOLOGIEZENTRUMS  WESTKÜSTE  (FTZ),
BÜSUM

Das  Forschungs-  und  Technologiezentmm  Westküste  in  Büsum  ist  eine  interdisziplinär  ausgerichtete,
zentrale  Einrichtung  der  Christian-Albrechts-Universität  zu  Kiel  mit  Arbeitsschwerpunkten  in  der  regionalen ­
  Meeres-,  Küsten-  und  Ökosystemforschung.  Neben  der  Grundlagenforschung  werden  anwendungsbezogene ­
  Projekte  und  technologische  Entwicklungen  durchgeführt.
Die  Untersuchungen  der  verschiedenen  Gruppen  werden  in  interdisziplinärer  Zusammenarbeit  und  gemeinsam ­
  mit  externen  Forschergruppen  und  Institutionen,  -wie  den  fachlichen  "Mutterinstituten"  in  der
Universität  Kiel,  Instituten  anderer  Universitäten,  Großforschungseinrichtungen  sowie  mit  Fachbehörden ­
  des  Landes  Schleswig-Holstein  (Landesamt  für  den  Nationalpark  S.-H.  Wattenmeer,  Landesamt
für  Natur  und  Umwelt  und  den  Ämtern  für  Land-  und  Wasserwirtschaft  in  Heide  und  Husum),  sowie
Einrichtungen  des  Bundes  durchgeführt.
FTZ-Pl  -  Meßmethoden  und  Regelgrößen  der  Planktonentwicklung  in  Küstengewässern
Zielsetzung
Entwicklung  innovativer  meßtechnischer  Verfahren  zur  schnellen  Ermittlung  von  Bestand,  Zusammensetzung ­
  und  Produktion  des  Phytoplanktons.
-  Bestimmung  der  Steuerfaktoren  für  die  Phytoplanktondynamik  m  Küstengewässem  und  der  Entstehungsmechanismen ­
  von  Algenblüten  zum  Zwecke  der  Prozeßformulierung  und  prognostischen  Modellierung. ­

-  Mittelfristige  Beobachtung  der  Planktonentwicklung  im  Wattenmeer  zur  Bewertung  der  Wasserqualität ­
  und  des  Eutrophierungszustandes,  zur  Trendanalyse  und  Effizienzkontrolle.
Wissenschaftlicher  Kenntnisstand
Die  Eutrophierung  der  Küstengewässer  mit  ihren  z.T.  unerwünschten  Folgeerscheinungen  ist  nach  wie
vor  ein  vordringliches  Problem  derzeitiger  Umw'eltpolitik.  Die  Kenntnis  der  abiotischen  und  biotischen
fünktionalen  Zusammenhänge,  die  zu  einer  verstärkten  Bildung  primären  organischen  Materials  führen,
bildet  die  Basis  für  eine  Gefahrdungsabschätzung  einzelner  Küstengebiete.  In  starker  Vereinfachung  der
in  der  Natur  tatsächlich  ablaufenden  Prozesse  galten  das  Angebot  an  Licht-  und  Makronährstoffen
(N,P)  sowie  der  Fraßdruck  als  diejenigen  Steuergrößen,  die  für  die  Primärproduktion  und  letztendlich
für  die  Biomassenentwicklung  im  Meer  ausschlaggebend  waren.  In  der  Realität  ist  das  Wirkungsgefüge
weitaus  komplizierter  und  noch  sehr  wenig  verstanden.  Neben  subtileren  Spurenstoffen  (e.g.  Eisen,
Selen,  Mangan)  und  Schadstoffen  spielen  Lebensstrategien,  Konkurrenz  und  Konditionierung,  pathogene ­
  Mikroorganismen  und  direkte  Auswirkungen  kleinskaliger  Turbulenzen  eine  wichtige  Rolle  für  die
Entstehung  und  den  Zusammenbruch  von  Phytoplanktonblüten.  Die  relative  Bedeutung  der  einzelnen
Faktoren  ist  artspezifisch  unterschiedlich.  Ihre  komplexen  und  variablen  Konstellationen  bewirken  daher ­
  Unterschiede  im  Artenwachstum  und  damit  die  jahreszeitliche  Sukzession  in  der  Planktonzusammensetzung. ­
  Bisherige  Modelle  können  die  Primärproduktionsleistung  und  die  Planktondynamik  nur
unzureichend  beschreiben.  Es  mangelt  an  entsprechenden  Prozeßformulierungen  und  an  geeigneten
Meßverfahren,  um  mit  der  erforderlichen  Datendichte  Prozesse  identifizieren  und  quantifizieren  zu  können. ­
  Bei  der  geforderten  Auflösung  spielen  die  Schnelligkeit  und  der  Automatisierungsgrad  der  Analyseverfahren ­
  eine  bedeutende  Rolle.  Seit  einiger  Zeit  stehen  zur  Ermittlung  der  Photosyntheseleistung  des
Phytoplanktons  fluoreszenzoptische  Methoden  (РАМ,  1  Hz-Fluoreszenzkinetik)  zur  Verfügung.  Für
das  Phytoplanktonmonitoring  und  der  Untersuchung  artspezifischer  Wachstumsleistungen  kommen
flowcytometrische  Verfahren  in  Betracht.
Beobachtungsmethoden/  Analvseverfahren
Zur  Untersuchung  der  Phytoplankton-  und  Nährstoffdynamik  im  Jahresverlauf  wurde  bereits  1991  eine
Terminstation  an  der  Ostmole  des  Büsumer  Hafens  eingerichtet,  die  im  Rahmen  des  BMBF-Projektes
            
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