Jahresbericht Kr. 8/1953
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1939 in westdeutschen Bibliotheken gehaltenen ausländischen periodisch er
scheinenden Schriften enthalten. Da die Bibliothek dem Leihverkehr der deut
schen Bibliotheken nicht angeschlossen ist, wird ihr Charakter als Präsenz
bibliothek durch die Aufnahme in das Verzeichnis nicht berührt.
b) Deutsche Hydrographische Zeitschrift. Von Band 6 (1953) stand bei
Jahresschluß Heft 3 vor dem Umbruch; Heft 4 und das Doppelheft 5/6 waren in
Vorbereitung. Der Umfang des Bandes wird voraussichtlich etwa 250 Seiten be
tragen.
3. Archiv und Seebücherlager
a) Allgemeines. Der Jahresbericht für das Jahr 1952 war im Manuskript
1953 Ende Januar fertig; er wurde im Frühjahr in der Institutsdruckerei im
Flachdruckverfahren hergestellt, außer in deutscher Sprache (Auflage 1600)
auch in einer Ausgabe in englischer Sprache (300 Stück).
Im Einklang mit den Bestrebungen des Internationalen Hydrographischen
Büros in Monaco um die "Centralisation of Notic.es to Mariners", d.h. um die
Auslage der Nachrichten für Seefahrer der Mitgliedstaaten des Internationa
len Hydrographischen Büros nach einheitlichen Richtlinien unter Berücksichti
gung der Verkehrsbeziehungen der verschiedenen Häfen, wurde im abgelaufenen
Jahre nach Vorschlägen des DHI auch in zwölf deutschen Häfen mit der Ausla
ge ausländischer Nachrichten für Seefahrer (meist in Außenstellen des DHI
oder in den Büros der Hafenkapitäne) begonnen.
Die den deutschen. Auslandvertretungen in Übersee zwecks Auslage zugehen
den deutschen Nachrichten für Seefahrer (und die Nachträge zum Nautischen
Funkdienst) werden seit Ende 1953 in vierwöchentlichen Sammelsendungen durch
Luftpost versandt. Insgesamt liegen Ende 1953 bei 64 deutschen Auslandvertre
tungen in Hafenstädten (und bei 14 nichtdeutschen Stellen in ausländischen
Häfen) die N.f.S. aus.
Für den vom DHI geplanten Bodenatlas der Nordsee, der zusammen mit dem
Dezernat IVD bearbeitet wird, wurden für die südliche Nordsee (südlich von
etwa 56°N) Tiefenlinien von 5 zu 5 m entworfen, die auf mittleres Spring
mittelwasser bezogen sind, um ein möglichst einheitliches Kartennüll für
das ganze Gebiet zu erhalten. Für diese Entwürfe wurden u.a. die Lotreihe
des V.S. “Paul Beneke" (1949) und "Gauss" (seit 1950) verwertet.
Das von Abteilung III bei der planmäßigen Vermessung des "Steingrundes"
gewonnene sehr dichte Lotungsnetz (für die Ortsbestimmungen wurde der Decca-
Navigator .benutzt) wurde zusammen mit dem Dezernat VIB für eine Tiefenkarte
im Maßstab 1 : 5000 verwertet, die u.a. bei den Erörterungen über die "At
lantis "-Hypothese von J. Spanuth in Kiel am 4.11.1953 benutzt wurde.
Um eine plastische Übersicht über die morphologischen Verhältnisse des
hydrographischen Hauptarbeitsgebietes des DHI (als Hilfsmittel bei der Pla
nung von Arbeiten und auch als Anschauungsmittel für Besucher des Instituts)
zur Verfügung zu haben, wurde vom DHI bei der Firma Willibald Hartei, Ham